Hallo Ihr Lieben:-)
ich sitze gerade in der Flota auf dem Weg nach Alcalá und schreibe meinem Blog auf dem Lap Top, eine echt tolle Beschäftigung,weil alleine zu fahren ist wirklich ein bisschen langweilig,so habe ich jetzt was zu tun.
Das Wochenende war ich zusammen mit Eva in La Paz. Sie hat eine Freundin besucht und ich habe meine bolivianischen Verwandten zum allerersten Mal besucht und kennen gelernt.
La Paz ist eine absolut umwerfende Stadt. Sie liegt ja in einem Kessel,umgeben von riesigen Bergen und überall wo man sich umdreht und hin guckt,sind Häuser. Es gibt einfach kein kleines Fleckchen, dass nichts bebaut ist. Wahnsinnig riesig ist dies Stadt und von einer absolut schönen Natur umgeben. So richtig beeindruckt hat sie mich.
Die Hinfahrt war richtig angenehm und hat sogar nur 12 Stunden gedauert.
Ich habe bei meinem Verwandten gewohnt und sie haben mir innerhalb der 2 Tage einen kleinen Einblick in das Leben in La Paz gegeben.
Ich war sogar im Deutschen Automobil Club. Da sind sie nämlich Mitglieder und deshalb durfte ich mitkommen. Wahnsinn war das. Eine Schwimmhalle,Saunalandschaft,Massagebereiche und ein ganzes Fitnessstudio nur für die Mitglieder. Ich habe es ganz doll genossen schwimmen zu können aber es hat mich auch ziemlich nachdenklich gemacht. La Paz ist einfach wie ein anderes Land und hat nichts aber auch gar nichts mit dem Leben auf dem Land zu tun. Wie in zwei unterschiedlichen Welten leben die Menschen in Stadt und Land hier in Bolivien. Wenn man hier zur guten Mittelschicht gehört,dann hat man generell immer einen Hausangestellten,der meistens rund um die Uhr im Haus ist. Diese Hausangestellten putzen,kochen,waschen ab,waschen Kleidung,gehen Einkaufen...sie machen einfach alles. Und als ich mit meiner Tante Lebensmittel in einem Supermarkt einkaufen war,durfte ich keine einzige Tüte kaufen, sondern ich sollte einer bolivianischen Frau umgerechnet zehn Cent geben damit sie all unsere Tüten zum Auto trägt. All solche Sachen sind mir schon in Deutschland ein bisschen zu dekadent und fremd und nach meinen nun fast 3 Monaten in Alcalá leben noch viel viel mehr.
Dort geht es genauso darum, wer welches Auto fährt, wer den neuesten I-Pod und des neuste Handy hat oder wer den wie viele Hausangestellte oder Fahrer hat. Und ich laufe 3 mal die Woche auf eine Dorfschule , wo bis vor einer Woche über die Hälfte der Kinder noch niemals in Alcalá waren und allerhöchstens das Kofferradio aus der Schule kennen. Und das im gleichen Land. Finde ich schon ein bisschen erschreckend,oder?
In La Paz gibt es aber auch eine deutsche Bäckerei und Eva und Ich haben allen Voluntariern deutschen Kuchen mitgebracht und dunkles Brot mitgebracht. Wir standen wie kleine Kinder mit großen Augen in der Bäckerei. Ohje wie sich alle gefreut haben,als wir den Kuchen heute in Sucre präsentiert haben=)
Und...es gibt einen einzigen Burger King in ganz Bolivien, in La Paz:-)
Wir konnten der Versuchung einfach nicht widerstehen und mussten dort etwas essen. Jetzt habe ich so viel aus der modernen Welt getankt,jetzt kann ich erst einmal für die nächsten 2 ½ Wochen in mein ganz typisch bolivianisches und ursprüngliches Dorf fahren=)
Die Rückfahrt von La Paz war furchtbar. Sie hat einfach fast 15 Stunden gedauert,es ging kein Fenster auf zumachen und der Fernseher lief so laut, dass Eva und Ich irgendwann Kopfschmerztabletten nehmen mussten. Halb 10 heute Morgen sind wir erst angekommen...Naja aber wenigstens sind wir heil angekommen.
Ich melde mich wieder aus Alcalá und schicke euch ganz liebe Grüße aus der Flota und hoffe euch allen geht es gut und ihr habt eure Ferien genossen?
Hasta luego
Sophie=)
na du bist ja ein fleißiges lieschen;-) gleich in der flotta geschrieben, toll! vielen dank und dicken kuss deine mama
AntwortenLöschenFernseher in der Flota? Das versteh ich nicht..
AntwortenLöschenDie Sache mit Burger King ist ja kaum vorstellbar..huiuiui..;)