Donnerstag, 24. März 2011

Unser neues Projekt: Spielesalon :-)








Hallo Ihr Lieben:-)

Nach langem Sammeln von Ideen, Gesprächen mit Vermietern und unserem Hostelvater, durften wir nun vor zwei Tagen mit unserem neuen Projekt beginnen.:)
Der Spielesalon: Wir haben uns gedacht,dass die meisten Kindern Nachmittags keine Freizeitbeschäftigung haben und es doch ganz schön wäre, wenn es einen Ort gäbe, wo sich alle Kinder treffen könnten um gemeinsam zu Spielen.
Deshalb haben wir uns jetzt einen Raum gemietet in einem kleinen Häuschen direkt an der Plaza und gegenüber von unserem Hostel. 150 Bolivianos ( 15 Euro) ist der Betrag der monatlichen Miete. Den tragen wir Freiwillige selber.

Vorgestern haben wir dann angefangen zu streichen. Erst haben wir die Hauswand und den Raum innen, weiß gestrichen. Draußen haben wir dann von der einen Seite eine bolivianische Flagge gemalt und von der anderen Seite eine deutsche:)

Innen sind wir momentan dabei eine Art "Aquarium/Meer) entstehen zu lassen.
Unsere bgabte Zeichnerin Julia, musste dann gestern alle Tiere und Pfalnzen mit Bleistift vormalen und wir Anderen haben dann fröhlich ausgemalt.
Das war so ein schönes Bild, als dann immer die Kinder mit ihren Mamas herkamen und ganz begeistert in dem Raum standen und sich schon ausgemacht haben,dass Sie nun jeden Tag hinkommen werden.

So einen Spielesalon gibt es schon in El Villar und die Freiwilligen dort haben uns eine kleine Starthilfe mit Spielen von sich geschickt.

Wer möchte, kann gerne ein Paket zusammen stellen mit gebrauchten, simplen Spielen ( Mensch ärgere dich nicht, UNO und so weiter) und zu mir schicken. Darüber würden wir und die Kinder uns so richtig freuen:)


So nun habe ich Euch erstmal unser neues Projekt vorgestellt. Wie findet ihr es denn?

Gestern war Tag übrigens Tag des Meeres:)

Da der Lehrer von Mulacancha leider wegen Magenproblemen im Krankenhaus liegt, teilen sich die Lehrerin und Ich in die fünf Klassen rein. Ich bin zur Zeit also eigenständige Lehrerin von 15 kleinen Hüpfeflöhen:)


Heute, nachdem ich aus Mulacancha wieder komme, fahre ich mal wieder nach Sucre und genieße das Stadtleben:-)

Lasst es Euch allen gut ergehen.

Ganz ganz Liebe Grüße aus Bolivien:-)

Eure Sophie

Sonntag, 20. März 2011

Ganz wichtiger Nachtrag!

Hallo Ihr Lieben,

Entschulgigung bitte, dass ich in meinem letzten Blogeintrag nur so oberflächlich über die Sache mit den Bücherspenden geschrieben habe.
Deshalb jetzt nun noch einmal etwas ausführlicher:

Als allererstes möchte ich Euch von ganzem Herzen danken, dass ihr alle so fleißig gespendet habt. Als ich den “Hilfeaufruf” gesendet habe, hätte ich mir nie vorstellen,dass so viele und schnelle Unterstützung kommen würde und dafür danke ich euch ganz doll.

Der aktuelle Stand ist, dass die Bücher dieses Wochenende gekauft wurden und Ich sie morgen mit nach Mulacancha nehmen kann. Ich halte das auf jeden Fall versprochen in Fotos fest.
Mit dem übriggebliebenen Geld habe ich vorgehabt weiteres Schulmaterial, wie Hefte, Stifte,Spitzer, Radiergummi und Kleber zu kaufen. Das würde ich jedoch meiner Lehrerin geben und nicht jedem Kind einzeln, weil die Kinder dann oft die neuen Sachen mit Nachhause nehmen und sie dann verschwunden gehen.
Wäre das denn in eurem Sinn beziehungsweise für euch in Ordnung?

Falls ich euch einen schrecken eingejagt haben sollte, von wegen euer geld sei nicht da, so tut mir das leid.
Die Sache ist nur die, dass ich immer nur einmal im Monat einen Kontoauszug bekomme und den Letzten den ich vor mir liegen habe,ist nun schon fast vier Wochen alt.
Da ich nächsten Freitag nach Sucre fahren werde, und dort auch einen neuen Kontoauszug bekommen werde, wollte ich Euch bitten, mir zu schreiben, wie viel ihr gespendet habt,damit ich das einfach genau mit dem Kontoauszug vergleichen kann und eine genaue Spendenliste erstellen kann.
Ich wollte euch damit wirklich nicht erschrecken.

Ich danke euch nochmal sehr,dass ihr so viel und fleißig gespendet habt und entschuldige mich nochmal,dass ich das Thema in meinem letzten Blogeintrag nur angeschnitten habe.

Ganz Liebe Grüße aus Alcalá.

Eure Sophie

Freitag, 18. März 2011

Langweilige Krankenwoche:-(

Hallo Ihr Lieben,

so von der Woche gibt es leider fast garnichts zu berichten.
Seit Sonntag liege ich zusammen mit der Eva flach in im Bett.
Wir haben uns wohl eine fette Grippe eingefangen und waren deshalb die WOche über Dauergast im Krankenhaus. Dank Medikamenten und SPritzen sind wir aber auf dem Wege der Besserung und schonen uns jetzt nur noch ein bisschen.
Deshalb kann ich euch leider nichts spannendes berichten:-(

Ich hoffe Ihr seid mir nicht böse.

Ich denke gerade ganz viel an Euch und vermisse Euch ganz heftig.



Achso, bezüglich der Spendengelder für die Schulbücher in Mulacancha.
Bis letzten Sonntag ist noch nichts auf meinem Konto eingegangen. Leider kann ich jedoch auch immer nur drauf zugreifen,wenn ich einen extra Kontoauszug in Sucre anfordere und das ist wegen der Entfernung immer etwas schwierig.
Ich weiß,dass es ein bisschen unhöflich wirkt, aber das würde mir sehr helfen, einen Überblick über die Gelder zu bekommen.
Diejenigen die gespendet haben,könnten mir vielleicht eine kleine Nachricht bei Facebook oder eine Mail schreiben. Einfach nur mit den Informationen,wann sie es überwiesen haben und wie viel.
Das wäre wirklich sehr lieb und würde mir sehr weiterhelfen.

Lasst es euch allen gut ergehen und genießt das schöne Märzwochenende.

Ganz Liebe Grüße aus dem Krankenbett in Alcalá.

Eure Sophie

Freitag, 11. März 2011

Karneval in Bolivien :-)











Hallo meine Lieben=)

so nun wird es höchste Zeit, euch von meinen Erlebnissen der letzten Woche zu erzählen....
Ich fang am besten bei der Fahrt nach Camiri an. Letzten Donnerstag sind Eva,Johnny( Zivi aus El Villar) und Ich nach Camiri losgefahren. Die Flotas nach Camiri fahren eigentlich nur aus Sucre los, aber sie fahren auch an der Abzweigung zu Alcalá vorbei. Und deshalb hatten wir mit der Flotagesellschaft ausgemacht,dass sie uns an dieser „Abzweigung“ abholen. Das hat auch schon das ein oder andere Mal gut geklappt.
Diesmal jedoch nicht.Wir standen einfach mitten in der Nacht vier Stunden an dieser Straße und haben jede einzelne Flota angehalten, die uns entgegen kam. Überall fuhren sie hin, nur unsere Flota nach Camiri kam nicht:-(
Normalerweise hätte sie gegen 11 Uhr kommen müssen, als wir nachts um eins immer noch dastanden und warteten, verließ Eva und mich dann doch so langsam der Mut und ein mulmiges Gefühl machte sich breit:-(
Eine halbe Stunde später hielt dann ein Camion ( eine Art Laster, die als Transportmittel von Lebensmitteln,Tieren und anderen Sachen benutzt werden) der uns versicherte,die Flota käme nicht mehr.
Da wir nicht recht wussten was wir nun machen sollen, sind wir dann in den Camion gestiegen,da er nach Monteagudo fuhr und das liegt in der Nähe von Camiri. Dann kam ich es aber erst Recht mit der Angst zu tun. Denn der Fahrer hatte in der einen Hand das Bier, in der anderen die Zigarette und sein Mund war voller Coca...:-/
Der Fahrer meinte aber ganz gelassen,dass wir uns keine Sorgen machen müssten,denn alle Fahrer in Bolivien tränken beim Fahren....
Nach einem Stopp haben wir dann aber doch beschlossen, nicht weiter neben dem Fahrer zu sitzen und haben uns auf die Ladefläche des Lasters begeben.
So sind wir dann 11 Stunden gefahren. Ich lag zwischen Kartoffelsäcken, Colaflaschen und Lebensmittelkisten.
Ich sag euch, erstens hatte ich ziemlich Angst und zweitens hatte ich noch nie so eine schmerzvolle Fahrt. Die Schlaglöcher sitzen mir immer noch in den Knochen..
7 Stunden später als normal sind wir dann in Monteagudo angekommen und von dort aus mit einem anderen Auto weiter nach Camiri gefahren.
Dort kamen wir dann am späten Nachmittag so unglaublich kaputt an.
Jaja, so war meine Fahrt nach Camiri. Das war vielleicht ein Abenteuer, aber meistens ärgert es mich,dass wir unser Geld nicht zurückbekommen von unseren Flotakarten und dass der Fahrer wissentlich an uns vorbeigefahren ist, obwohl es mit ihm abgesprochen war,dass er uns dort einsackt.
Aber nun gut, einmal geht es schief,beim nächsten Mal klappt wieder alles wie geplant....


Meine Karnevalswoche in Camiri habe ich mit acht weitern Voluntariern verbracht. Marisa,Marie,Luisa,Eva,Immanuel,Johnny,Max und Alex:)

Im Gegensatz zum Hochland wird im Tiefland auch mit Farbbomben gefeiert. Wir haben uns extra ein T-Shirt gekauft und bedrucken lassen, weil wir alle keine Sachen von uns opfern wollten;-)
Die Ausgangsfarbe war gelb. Nun hat man T-Shirt die Farbe von...Biomüll oder so etwas ähnlichem.:-)
Vier Tage haben wir durch gefeiert.Am ersten Tag haben sich alle auf der Plaza in Camiri getroffen und haben die Wägen angeschaut und die zuvor gewählte Karnevalskönigin gefeiert. Die anderen Tage musste man in eine bestimmte „Gruppe“ eintreten,die nach dem Alter eingeteilt waren. Und es war eine einzige Farb,- Schaum- und Wasserschlacht.
Ihr könnt euch das nicht vorstellen.Mein ganzes Gesicht war bedeckt von allen möglichen Farben und meine Haare haben bis jetzt noch rosane und grüne Flecken...
Nebenbei hat Max ( Zivi aus Camiri) dem Immanuel( mein Ex-Mitbewohner) Dreads verpasst. Nun haben sie beide Dreads=)

Sonst haben wir noch zusammen gekocht,und die Zeit miteinander genossen.
Viel zu schnell ging die Woche rum und heute Nacht sind Eva und Ich dann wieder gut in Alcalá angekommen.Und ein paar Stunden später bin ich nach Mulacancha losgelaufen.
Nun lege ich fix und fertig im Bettchen und werde warscheinlich ganz lange schlafen.

Das Wochenende haben wir noch nichts großes vor, außer dass wir Sonntag zum Fluss wandern wollen um dort baden zu gehen.

Ich schicke euch herzlichste Grüße aus Alcalá.
Ich denk ganz fest an Euch!


Eure Sophie