Sonntag, 29. Mai 2011

25.Mai- Nationalfeiertag


















Hallo Ihr Lieben:)

Letzen Mittwoch war Nationalfeirtag zum Anlass des Geburtstages von "Chuqiusaca". Das ist das Bundesland in dem Alcalá und Sucre liegen.
Schon die ganze Woche davor, stand mein kleines Dorf "kopf". Unterricht fiel aus, dafür standen "Maschieren üben" auf dem Plan und sämtliche Hymnen ( Nationalhymne, Hymne von Chuqisaca, Hamyne von Alcalá und die Schulhymne) wurden rauf und runter gesungen. Sowas habe ich noch nie erlebt.
Erst wurde das Maschieren Klassenweise geübt, dann zusammen auf dem Schulhof und die letzten drei Tage vor dem großen Tag, wurde das Maschieren durch das Dorf und um die Plaza geübt. So etwas habe ich wirklich noch nicht gesehen.

Für alle gab es dann die unterschiedlichsten Uniformen. Die ging vom karierten Minirock bis zum Jogginghose. Der Kindergarten hatte sich neue Jogginganzüge gewünscht, und somit lief ich den ganzen Tag ganz festlich im Jogginazug rum. Schön mit Namen hinten drauf. Das ist eine furchtbarer Trend der sich hier eingeschlichen hat, finde ich. Ich kenne bisher noch keine Land in dem Jogginganzüge so eine Attraktion sind.

Am Mittwochmorgen habe ich vom Balkon geschaut und jedes Haus hatte einfach eine bolivianische Flagge draußen hängen. Das war vielleicht ein Anblick.

Pünktlich drei Stunden nach Plan begann dann das große Programm. Schon allein alle Hymnen zu singen nam einen langen Programmpunkt ein;-)

Nach mehreren wichtigen Reden ging es dann endlich mit dem Maschieren an.
Erst das große Blasorchester und dann jede Schule und alle natürlich mit Fahnen. Bevor man einmaschiert ist, musste man eine gefühlte Ewigkeit mit dem Sporleher ( der die ganze Zeit mit seiner Trillerpfeife pfiff) sich im Takt einmaschieren. Hachje das war lustig:)

Erst bin ich mit dem Kindergarten maschiert, dann mit Mulacancha und zum Schluss sind wir Voluntarier nochmal extra gelaufen, mit Hostelpapi und Fahnen im Schlepptau:)

Super spannend war es, aber auch etwas übertrieben. Leider hat die Schule vergessen (neben zig Flaggen) die Fahne der Partei aufzuhängen. Das gab einen riesen Ärger vom Rathaus...


Das also vom zweiten Nationalfeiertag in Bolivien:)

Die liebsten Grüße- eure Sophie=)

Mein Geburtstag- das erste Mal im Herbst:-)







Hallo Ihr Lieben,

irgendwie hat meine Blogseite die Woche gesponnen und deshalb kann ich erst jetzt wieder schreiben...

Mein Geburtstag habe ich in Alcalá verbracht und auch wenn es ganz anders als sonst war, hatte ich einen wirklich schönen Tag.
Ich war in Mulacancha und irgendwie wussten Sie doch von meinem Geburtstag und dann haben sie einen großen Kreis gebildet, mit mir in der Mitte und dann haben sie mir erst auf Englisch und dann auf Spanisch ein Geburtstagsständchen gesungen und danach musste mir jeder gratulieren mit 2 Küsschen auf die Wange. Das war dann dem einem oder anderen doch etwas peinlich;-)

Am Tag zuvor haben wir zwei unserer nun schon groß und dick gewordener Hühner geschlachtet. Die haben wir dann am Nachmittag im Garten gegrillt.

Ich hatte auch das ertse Mal im Herbst Geburtstag...muss aber sagen,dass mir der Frühling besser gefällt:)


Ganz Liebe Grüße

Sophie

Sonntag, 15. Mai 2011

Wochenendausflug auf das Land =)







































Gestern haben wir nicht allzu viel gemacht, wir haben den freien Tag genossen. Ich hab Schokopudding gemacht und dann haben wir den ganzen Abend „Spiegel- Reportagen“ angeschaut...

Momentan bauen Nico und Julian mit einem bolivianischen Arbeiter (Jaime) eine neue Küche neben den Kindergarten, die sowohl der Kindergarten als auch wir nutzen werden können.
Dieser Jaime hatte Uns für Heute in sein Haus auf dem Land eingeladen:)
Um acht ging es los, eine Stunde dauerte die Wanderung zu dem Häuschen. Zur Begrüßung haben wir erst einmal Kartoffeln und selbst gemachten Kuhkäse bekommen. Das war zwar sehr viel aber unglaublich lecker:) Danach ging es zu Ihren Kühen und Schafen. Dabei hatten wir einen großen Eimer, sieben Becher, Zucker, puren Alkohol, Singani und Kaffee-Cognac. Von allem ein bisschen kam in den Becher und dann wurde direkt in den Becher die Milch von der Kuh gemolken. Es hat eigentlich nur nach warmen Zucker-Kaffee-Alkohol geschmeckt aber beeindruckend war es absolut=)
Mir hätte ein Becher schon vollkommen gereicht aber das war mir schon klar,dass Ich damit nicht durchkomme. Die Alkoholmengen wurden von Becher zu Becher größer....Nach der dritten Tasse konnte ich mich dann entschuldigen, indem ich erklärt habe,dass ich doch einen etwas empfindlichen Magen habe, hat mit viel Lächeln geklappt:)

Danach waren wir schon total satt, aber das Essen hörte nicht auf. Am Haus wieder angekommen, habe ich der Mama beim Essen machen geholfen, ihrer Meinung natürlich aus dem Grund,dass ich später eine gute Hausfrau sein muss, ich meinem Mann viele verschiedene Essen kochen kann:)

Wir haben heimlich zwar viele Fotos vom Haus gemacht, aber trotzdem war es in real noch hundert Mal eindrucksvoller. Wenn man in den einzigen Raum vom Haus hereingekommen ist,dann hat man sich wie in einem Mittelaltersmuseum gefühlt. Stockduster war es, weil es kein Strom gibt, alles war verraucht und die Feuerstelle habe ich original so schon einmal in meinem Geschichtsbuch in der fünften Klasse bei Frau Hübel gesehen:-)

Es gab wieder Kartoffeln, mit einem Stück Fleisch, jedoch konnten wir nicht so recht herausfinden, von welchem Tier dies mal war, und eine unglaubliche scharfe, fettige Soße. Ganz typisch bolivianisch und jetzt weiß ich auch, wie es gemacht wird=)
Kugel rund und schon mit den ersten Bauchschmerzen haben wir Uns dann von der unheimlich gastfreundlichen Familie verabschiedet, mit dem Versprechen Ende des Monats wieder zu kommen, wenn die Kuh geschlachtet wird;-)

Auf dem Rückweg haben Julia und Ich schon innig diskutiert, wer zuerst auf die Toilette darf. Aber die Bauchschmerzen werden mit den ganz tollen Eindrücken Ruck -zug weggemacht:)

Ich hoffe Ihr hattet auch ein tolles Wochenende:)

Viele und Liebe Grüße aus Bolivien schicke ich Euch:)

Ich freue mich schon sehr, Euch alle wieder zusehen.


Eure Sophie=)

Braunes Wasser aus dem Wasserhahn und Nudel mit Tomatensoße im Kindergarten :-)









Hallo Ihr Lieben:)


Die letzte Woche war ich leider nur einmal in Mulacancha, weil die Eva für zwei Wochen in Sucre ist und Ich deshalb für Sie im Kindergarten arbeiten muss. Das finde ich schon ein bisschen ungerecht, aber so lautete die Anweisung von Herrn Hostelpapi...

Am Mittwoch hab ich für die Kinder im Kindergarten Nudeln mit Tomatensoße gekocht. Richtig schön deutsch wollte ich mal kochen. Ohne Nudeln frittieren, und mit Gemüse. Meine Kindergärtnerin hat jeden Kochschritt von mir genau begutachtet und als Ich die Nudeln abgekocht habe, hat Sie mich einfach nur angeguckt wie ein Auto;-)
Aber zu meiner Erleichterung haben alle Kinder mit Genuss mein Essen gekocht. Die Kindergärtnerin sogar auch, hat sich noch ein paar Chilichoten rein geschnitten und dann war es auch für Sie lecker:) Jetzt ist Ihr auch klar, warum ich hier so dick geworden bin,wenn es Deutschland immer nur Diätessen gibt;-)

Am Donnerstag hat es so unglaublich dolle geregnet,dass der ganze Kindergarten unter Wasser stand und es in unser Zimmer rein geregnet, natürlich nur über meinem Bett. Pitschnass war es.
Der Strom und das Handynetz fiel auch für viele Stunden aus und da so viel Schlamm im Fluss aufgewirbelt wurde, kam bis gestern aus jedem Wasserhahn braunes Wetter. War eigentlich gar nicht so schlimm, nur das Teewasser sah dann doch etwas unappetitlich aus...

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Ja das war meine Woche im Großen und Ganzen. Nicht wirklich spannend...

Wochenendbericht folgt:)

Die Besten Grüße- eure Sophie:)