Sonntag, 28. November 2010

4 Monate Bolivien und 1. Advent bei 35 Grad im Schatten:-)




Ihr Lieben, Ich wünsche Euch einen schönen und entspannten 1.Advent. Obwohl wir alle momentan so gut wie resistent gegen Heimweh sind, hatten wir alle heute ein kleines Tief. Wir haben aber versucht auch ein bisschen Weinachtsstimmung in unser Hostel zu bringen und saßen dann schweißtriefend bei 40 Grad hier und haben einen Adventskranz zu basteln und aus Origami Papier einen Stern zu basteln. Wir hatten sogar Aachener Printen, die hatte Maren geschickt bekommen und sogar Weinachtsmusik hatten wir uns runtergeladen aber ein bisschen geknickt mussten wir feststellen dass die Weinachtsstimmung nicht kam.
Aber wenigstens sieht es jetzt bei uns weinachtlich aus.:-)

Auf den Bildern könnt ihr den selbstgebastelten Adventskranz sehen und dann unsere letzten zwei Gruppenbilder der aktuellen Alcalá-Konstellation, weil heute der Immanuel(Zivi) nach Sucre gefahren ist um sein Sprachkurs zu machen und als nächstes an eine andere Einsatzstelle wechselt, weil die Zivis ja immer nur drei Monate an einem Ort bleiben.

Leider geht es mir gesundheitlich immer noch nicht so gut und deshalb fliege ich am Dienstag nach Santa Cruz. Dort wohne ich bei Max Steiner, dem Chef hier in Bolivien und er geht mit mir zu einem Internisten in der Hoffnung,dass er ein bisschen „Klarheit“ schaffen kann.

Das nächste Mal melde Ich mich also aus Santa Cruz.:-)


Ich denke ganz fest an Euch und wünsche eine Schneereiche Woche:-)

Eure Sophie

In Bolivien etwas zu Planen war doch schwieriger als gedacht...





Hallo Ihr Lieben:-)

Die letzte Woche verlief eigentlich wie eine ganz normale Alcalá Woche: Drei Tage Schule, zwei Tage frei beziehungsweise Fiesta...
Donnerstag fand eine „Fiesta de la Navidad“ also eine Weinachtsfeier statt. Alle Schüler aus Alcalá und den umliegenden Dorfschulen sind gekommen und haben alle typische bolivianische Tänze aufgeführt. Sehr süß war das.
Für Freitag hatten Maren und Ich uns vorgenommen,mit den Kindern aus dem Kindergarten und ihrer Ersten Klasse einen kleinen Bastelvormittag zu machen. Ordentlich wie wir sind haben wir unser ganzes Vorhaben zwei Wochen vorher bei jedem angekündigt. Bei einer Frau die Kuchen bäckt haben wir zwei Kuchen bestellt, ganz viel zum Sterne und Schneeflocken basteln haben wir vorbereitet und sogar Kindernagellack hatten wir in Sucre gekauft.
Anstatt Kuchen bekamen wir zwei Sahnetorte aber sie waren wirklich schön hergerichtet. Tja nur an Kindern mangelte es ein wenig. So saßen wir dann ein bisschen deprimiert mit fünf Kindern da. Grund war eine Versammlung aller Lehrer von Alcalá am voherigen Abend um 20.00Uhr. Da haben sie einfach beschlossen dass Freitag keine Schule ist.Blöd nur,dass Sie uns von ihrem Vorhaben nichts gesagt haben.
Wir haben trotzdem versucht das beste draus zu machen und auf dem Rückweg Nachhause haben wir dann jedem der uns entgegen kam ein Stück von unserer Sahnetorte geschenkt.
Achja das mit dem Planen hier ist wirklich äußerst kompliziert:-(

Dienstag, 23. November 2010

Die letzte Woche in Bildern



























Da ich jetzt eine Woche geschrieben habe,und es zu viel Text werden würde,wenn ich alles beschreiben würde, habe ich mehrere Fotos hochgeladen und beschreib sie euch eben schnell:-)


Bild 1+2= das sind Fotos von meinem Kalender den ich mit meiner Englischklasse gemacht habe:-)
Bild 3 = da wollten Eva und Ich eine Verteilersteckdose kaufen...jedoch war der Verkäufer im Traumland:-)
Bild 4 = Bei den Busfahrten nach Sucre sitzen immer die Menschen im Gang die sich kein Busticket kaufen können...so hier diese Frau.
Bild 5 = Als ich dieses Wochenende in Sucre war, sind Eva und Ich über den Mercado Campesino gefahren und konnten weitere tolle Eindrücke sammeln=).....
Bild 6 = Die Sonne hat anscheinend diese Frauen auch sehr müde gemacht;-)
Bild 7 = Am Totensonntag waren Eva und Ich auf dem Friedhof in Sucre. Hier werden die Toten in solchen Kästchen aufbewahrt.
Bild 8 = Für meine Mama: guck mal so lang sind meine Haare schon geworden:-)
Bild 9 = Die Käseabteilung auf dem mercade Campesino
Bild 10 = Ausblick auf Sucre
Bild 11 = Die Sänger im Cafe
Bild 12 = Ausblick auf Straße in Sucre
Bild 13 = der etwas andere Schuhladen=)
Bild 14,15,16 sind irgendwie die selben,perdon.
Bild 17 = Die Fleischabteilung im Mercado
Bild 18 = Es gibt sogar abgepackte Weinachtsplätzchen,aber sie sollen wo nicht so wie in Deutschland schmecken und sind sündhaft teuer:-(
Bild 19 = Der erste und einzige Weinachtsbaum den ich gesehen habe=)
Bild 20= Das war gestern beim Sportfest hier in Alcalá=)


Ich hoffe euch allen geht es gut?
Ich schicke euch die herzlichsten Grüße und denke fest an euch!

Eure Sophie

Samstag, 13. November 2010





Das Dorfevent zum Abschluss:-)

Hola:-)

Heute Morgen wurde unsere Beschallungsanlage abgebaut und heute ist „ofizieller Abreisetag“ der ganzen Sportler und von Stunde zu Stunde wird es langsam ruhiger.
Gestern Nachmittag fand noch das Event schlecht hin in Alcalá statt. Einen richtigen Namen scheint es dafür nicht zu geben, deshalb beschreib ich es euch mal: Also, alle Männer aus dem Dorf die ein Pferd besitzen machen mit und schmücken sich und ihr Pferd. In einer Straße wird ein Bambustor aufgestellt und in der Mitte hängt eine Art Plakette. Dann nimmt der Reiter in einem Affenzahn Anlauf und muss diese Plakette abreißen. So schwierig klingt das jetzt nicht,aber der Schwierigkeitsgrad wird hier durch Alkohol erhöht;-)
Und wenn der Mann die Plakette gefangen hat,wird er erstmal von seinen Fans,die ebenfalls betrunken sind, umjubelt ,dann werden ihm zwei riiiiesen Tasse voller Chicha gereicht. Klar, eine für ihn und eine für die Dusche fürs Pferd.
Ja, und das machen Sie solange bis Sie nicht mehr auf ihrem Pferd sitzen können....;-)
Naja also meiner Meinung nach war das einfach nur eine weiter Gelegenheit zu trinken,aber lustig wars zum zuschauen.=)
Und ich durfte sogar auf dem Pferd von dem Lehrer aus Mulacancha einmal um die Plaza reiten:-)

Da die Party bis heute Morgen um sieben Uhr ging werde ich jetzt erstmal ganz ganz viel schlafen:-)

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und schicke euch Liebe Grüße:-)

Eure Sophie

Freitag, 12. November 2010






Bild 1= Sportplatz für die Fußballspiele
Bild 2= hier die Bühne vor unserem Hostel beim Aufbau
Bild 3= Die derzeitige Voluntarierbesetzung: Maren,Ich,Julia und unten Immanuel und Nico, Julz fehlt,weil sie das Foto gemacht hat

Olympiade in Alcalá!

Hallo Ihr Lieben

Ich schreibe euch gerade aus dem kleinen Olympiadorf-Alcalá:-)
Seit Dienstag findet nämlich die zweite Olympiade von Chuquisaca( das ist das Bundesland in dem ich lebe) statt und dieses Jahr ist Alcalá der Austragungsort.
Rund 3000 Sportler aus allen Dörfern Chuquisacas sind Montag Nacht angereist und da normalerweise in Alcalá nur knappe 350 Menschen wohnen, haben die Sportler in den Schulen wohnen müssen. Deshalb gab es die ganze Woche keine Schule. Also bei mir an der Schule wurde jede einzelne Stunde, die ausgefallen ist notiert. Und hier ist es eigentlich schon ein Ereignis wenn durchgängiger Unterricht am Tag ist. In den ganzen 3 Monaten die ich jetzt hier in Alcalá bin, gab es nicht eine Woche in der die Kinder fünf Tage zur Schule gehen mussten. Aber es ist natürlich auch schwer das zu realisisren ,wenn man hier jeden Tag eine Sache feiern und ehren muss;-)

Es wurde in 4 Sportarten angetreten: Volleyball,Futsal( das ist wie Fußball nur mit einem ganz kleinen Ball), Fußball und Trinken. Im Trinken und Feiern gab es keinen Gewinner,alle Bolivianer waren gleichstark...;-)
Vor unserem Haus wurde eine riesen Bühne aufgebaut mit unzähligen Boxen und einem großen Mischpult. Ja Boxen und eine Mischpult...fragt mich nicht wo Sie das her haben;-)
Und seitdem läuft ab Nachmittags um fünf ununterbrochen unvorstellbar laute bolivianische Musik. Den Dreh mit dem Bass haben sie leider auch noch nicht raus. Und so habe ich die letzten Nächte eher nicht geschlafen.

Da es ja eh keinen Unterricht gab und ich noch krank im Bett liege kann ich leider nicht viel mehr berichten. Ich hoffe ihr seid nicht enttäuscht.
Aber soweit ich weiß ist nächste Woche „ normal“ Unterricht und dann kann ich auch wieder mehr berichten.

Ansonsten schlägt das Antibiotikum an und mir geht es langsam aber sicher besser=)

Ich hoffe euch allen geht es gut und bei Euch ist es nicht all zu kalt.
Ganz Liebe Grüße schicke Ich aus dem Olympiaort Alcalá:-)

Eure Sophie

Samstag, 6. November 2010

Und schon wieder Salmonellen...

Also langsam finde ich ein bisschen ungerecht in 3 Monaten zwei Mal Salmonellen zu haben:-(

Als es mir heute Morgen eher schlechter als besser ging hat Maren mich dazu überredet doch mal eine Blutprobe im Krankenhaus machen zu lassen. Ich habe mich einige Zeit dagegen gesträubt, weil der Arzt letzte Woche hier seinen 21. Geburtstag gefeiert hat,aber meine Mama meinte auch,dass Blut abnehmen woll noch machbar wäre.

Von den hyngienischen Bedingungen mal abgesehen war es auch vollkommen okay und das Ergebnis auch relativ schnell da.
Ich habe also ganz ganz viele böse(es gibt nämlich anscheinend gute und böse Salmonellen?) Salmonellen in meinem Körper und jetzt liege ich im Bett mit Antibiotikum und gaaanz eckliger Elektrolytlösung zum Trinken. Aber in 7 Tagen sollte es mir wieder besser gehen.
Alles ziemlich blöd wie ich finde:-(
Nunja jetzt versuche ich viel zu schlafen, weil ich kann nicht mal Lesen oder Spanische Grammatik lernen...es gibt nämlich kein Strom...^^

Ansonsten haben wir ja gerade Besuch von den Zivis aus El Villar und jetzt sind alle zusammen Volleyball spielen.

Nun gut, wenn es etwas neues Spannendes gibt,teile ich es euch mit:)

Lasst es euch gut ergehen und die Liebesten Grüße aus Alcalá:-)

Eure Sophie

Donnerstag, 4. November 2010

"Tag der Toten" und ein kleiner Zusammenstoß von 2 verschiedenen Welten

Hallo Ihr Lieben,

das mit dem Gesundwerden hat doch nicht so schnell geklappt wie ich mir das vorgestellt habe und jetzt liege ich mit Fieber im Bett und kann nicht arbeiten gehen. Dafür kann ich euch jetzt in Ruhe schreiben:)

Am Dienstag war ja "Tag der Toten" und deshalb sind alle Menschen in Alcalá am Montag Abend zum Friedhof gelaufen und haben an ihre Verstorbenen gedacht.
Das war wirklich ganz eindrucksvoll das anzuschauen. Der ganze Friedhof war ein ein kleines Lichtermeer,denn um jedes Grab standen bunte Lampions und leuchtende Girlanden. Um die Gröäner standen dann die Familien,haben gesungen,gebetet,gelacht und somit fröhlich an ihre Toten gedacht. Es war eine ganz andere Stimmung als bei uns auf dem Friedhof. Viel fröhlicher und nciht diese stetige Trauer wie man es bei uns kennt. Ein paar Kinder aus der Schule und dem Kindergarten haben mir Kekse geschenkt, die typisch zu diesem Anlass gebacken werden. Wir waren alle ziemlich beeindruckend.
Das Einzige, was einen Schatten über dieses "Fest" geworfen hat,war der Alkohol.
Es wurde wieder unglaublich viel Chicha getrunken und sogar die kleinen Kindergartenkinder haben ganz normal mitgetrunken. Zum Schluss waren leider Alle so richtig betrunken. Das finde ich sehr schade, aber der Alkohol ist hier einfach so tief in den Wurzeln der Tradition verankert,das ist wirklich schwer.

Gestern habe ich dann im Kindergarten gearbeitet und Nachmittags habe ich Maren bei ihrem Unterricht in der ersten Klasse in der Escuela geholfen. Weil die eigentliche Lehrerin einfach blau gemacht hat und nicht aus Sucre zurückgekommen ist. Ui 28 Erstklässler in einer anderen Sprache "unter Kontrolle" zu halten ist so richtig schwer. Wie ein Sack Flöhe. Die jungs sind im wahrsten Sinne des Wortes über Tische und Bänke gesprungen. Wir haben dann den Auftrag vom Direktor bekommen,Sie einfach spielen zu lassen.
Wir haben uns wirklich Mühe gegeben,aber puh es war wirklich anstrengend. Das ganze endete dann damit,dass ein Kind von einem Jungen von der Mauer geschubst wurde. Leider gibt es hier so etwas wie Rindenmulch nicht oder gefederten Boden wie in der Grundschule meiner Schwester.
Sie ist also auf ein Stück Felsen und danach auf Betton gefallen.
Ein Erste-Hilfe-Kasten oder die generelle Erste Hilfe wir hier von den Lehrern auch eher überbewertet. Im "Sekretariat" war keiner und alle anderen Lehrer haben nur kurz aus dem Raum geguckt und sind dann wieder in ihre Klassen gegangen.
Maren hat dann den Unterricht beendet,ich habe das Kind durchs Dorf getragen,auf der Suche nach ihren Eltern. Davor habe ich ihr Wasser gekauft und Desinfektionsspray aus meinem Zimmer geholt.
Den Papa habe ich dann irgendwann gefunden,der hat mein Anliegen mit dem Kind ins Kranenhaus(dort gibt es den einzigen Arzt) zu gehen, als nichts so Ernst empfunden. Dann kam ich mit einem blutigen T-Shirt und ziemlich deprimiert Nachhause.
Da prallten mal wieder zwei ganz unterschwiedlich Welten und Vorstellungen aufeinander. Das ist manchmal sehr schwer das einzusehen und so richtig einsehen kann ich es noch nicht so ganz.

Ansonsten gibt es die Woche über kein Brot. Jeder backt sein eigenes, nur das Hostel nicht. Das heißt zum Frühstück gibt es jetzt nur noch Kekse...herrlich.

Morgen ist ja schon wieder Freitag und wenn es mir besser geht,arbeite ich dann im Kindrgarten und Nachmittags habe ich noch Englischunterricht. Vielleicht fahren wir über das Wochenende nach El Villar. Das ist ein Dorf, undgefähr genauso groß wie Alcalá und ist nur 2 Stunden mit der Flota entfernt und dort sind ebenfalls viele Freiwillige.

Ich hoffe euch allen geht es gut?
Ich schicke euch allen ganz Libe Grüße und denke an euch!

Eure Sophie