Sonntag, 31. Oktober 2010
3 Monate Bolivien=)
Hallo Ihr Lieben=)
Jetzt bin ich schon 3 Monate in Bolivien und seit heute Nacht Deutschland eine Stunde näher. Jetzt muss ich nur noch 5 Stunden draufrechnen und ihr durftet alle eine Stunde länger schlafen:-)
Seit Dienstag Abend bin ich wieder in meinem Zuhause auf Zeit. Auf der einen Seite habe ich mich gefreut wieder in meinem kleinen und beschaulichen Dorf zu sein, auf der anderen Seite war es auch ein kleiner „Kulturschock“. Nichts mehr mit großen Autos, vielen Läden, tollen Villen und Deutschen Clubs zum schwimmen gehen. Dafür etliche Lehmhäuser, Esel und,Scheine und Kühe auf dem Weg zur Schule. Die letzten Tage als ich nach Mulacancha gelaufen bin, waren unglaublich anstrengend. Es war so wahnsinnig heiß,dass ich klitschnass und rot wie eine Tomate im Hostel oder in der Schule ankam. Der Weg ist ja schon bei kühlen Temperaturen sehr anstrengend. Naja dann bin ich nächstes Jahr gut trainiert=)
Donnerstag kam Max Steiner, der Präsident von Hostelling und hat mit seiner Familie Alcalá besucht. Da gab es eine riesen Versammlung des ganzes Dorfes und wir Voluntarier wurden für unsere Arbeit gelobt=)
Freitag gab es wieder eine große Fiesta und auch in Mulacancha gab es keinen richigen Unterricht, weil „ Tag des Wassers“ war. Deshalb habe ich auch eine kleine Palme in dem Garten von Mulacancha gepflanzt. So richtig mit Beil,Gießkanne die ein riesen Loch hatte und bei 45 Grad im Schatten.:-)
Und zum Mittagessen hatte ich in meiner Suppe einen Hühnerkopf mit Luftröhre...Mama du kannst dir nicht vorstellen, wie ich mich auf dein Essen freue!:-):-)
Ich habe jetzt ein ganz langes Wochenende und muss erst Mittwoch wieder arbeiten gehen, weil Dienstag „Tag der Toten“,also so etwas wie Allerheiligen ist und deshalb Montag auch noch frei ist:-)
Gestern waren Maren und Ich auf einem Kindergeburtstag eingeladen, mein erster bolivianischer Kindergeburtstag:-)
2 riiiesen Sahnetorten und Wackelpudding aus „Hannah-Montanna“ Bechern gab es;-) Alles war sehr sehr kitschig,aber um die Dorfbewohner besser kennen zu lernen und zum Erfahrungen sammeln war es sehr toll:-)
Über das Wochenende haben wir Besuch von Eva und von Julien,einem Zivi aus Tarabuco.
Mein Bauch ist grade wieder ein bisschen kaputt und so hüte ich momentan das Bett,aber das wird sicherlich ganz schnell wieder besser.
Heute ist ja Halloween! Viel Spaß dabei:-)!!
So ich schicke euch ganz herzliche Grüße nach Deutschland!
Eure Sophie
Jetzt bin ich schon 3 Monate in Bolivien und seit heute Nacht Deutschland eine Stunde näher. Jetzt muss ich nur noch 5 Stunden draufrechnen und ihr durftet alle eine Stunde länger schlafen:-)
Seit Dienstag Abend bin ich wieder in meinem Zuhause auf Zeit. Auf der einen Seite habe ich mich gefreut wieder in meinem kleinen und beschaulichen Dorf zu sein, auf der anderen Seite war es auch ein kleiner „Kulturschock“. Nichts mehr mit großen Autos, vielen Läden, tollen Villen und Deutschen Clubs zum schwimmen gehen. Dafür etliche Lehmhäuser, Esel und,Scheine und Kühe auf dem Weg zur Schule. Die letzten Tage als ich nach Mulacancha gelaufen bin, waren unglaublich anstrengend. Es war so wahnsinnig heiß,dass ich klitschnass und rot wie eine Tomate im Hostel oder in der Schule ankam. Der Weg ist ja schon bei kühlen Temperaturen sehr anstrengend. Naja dann bin ich nächstes Jahr gut trainiert=)
Donnerstag kam Max Steiner, der Präsident von Hostelling und hat mit seiner Familie Alcalá besucht. Da gab es eine riesen Versammlung des ganzes Dorfes und wir Voluntarier wurden für unsere Arbeit gelobt=)
Freitag gab es wieder eine große Fiesta und auch in Mulacancha gab es keinen richigen Unterricht, weil „ Tag des Wassers“ war. Deshalb habe ich auch eine kleine Palme in dem Garten von Mulacancha gepflanzt. So richtig mit Beil,Gießkanne die ein riesen Loch hatte und bei 45 Grad im Schatten.:-)
Und zum Mittagessen hatte ich in meiner Suppe einen Hühnerkopf mit Luftröhre...Mama du kannst dir nicht vorstellen, wie ich mich auf dein Essen freue!:-):-)
Ich habe jetzt ein ganz langes Wochenende und muss erst Mittwoch wieder arbeiten gehen, weil Dienstag „Tag der Toten“,also so etwas wie Allerheiligen ist und deshalb Montag auch noch frei ist:-)
Gestern waren Maren und Ich auf einem Kindergeburtstag eingeladen, mein erster bolivianischer Kindergeburtstag:-)
2 riiiesen Sahnetorten und Wackelpudding aus „Hannah-Montanna“ Bechern gab es;-) Alles war sehr sehr kitschig,aber um die Dorfbewohner besser kennen zu lernen und zum Erfahrungen sammeln war es sehr toll:-)
Über das Wochenende haben wir Besuch von Eva und von Julien,einem Zivi aus Tarabuco.
Mein Bauch ist grade wieder ein bisschen kaputt und so hüte ich momentan das Bett,aber das wird sicherlich ganz schnell wieder besser.
Heute ist ja Halloween! Viel Spaß dabei:-)!!
So ich schicke euch ganz herzliche Grüße nach Deutschland!
Eure Sophie
Dienstag, 26. Oktober 2010
Eindrücke aus der Stadt des höchsten Regierungssitzes der Welt!
Hallo Ihr Lieben:-)
ich sitze gerade in der Flota auf dem Weg nach Alcalá und schreibe meinem Blog auf dem Lap Top, eine echt tolle Beschäftigung,weil alleine zu fahren ist wirklich ein bisschen langweilig,so habe ich jetzt was zu tun.
Das Wochenende war ich zusammen mit Eva in La Paz. Sie hat eine Freundin besucht und ich habe meine bolivianischen Verwandten zum allerersten Mal besucht und kennen gelernt.
La Paz ist eine absolut umwerfende Stadt. Sie liegt ja in einem Kessel,umgeben von riesigen Bergen und überall wo man sich umdreht und hin guckt,sind Häuser. Es gibt einfach kein kleines Fleckchen, dass nichts bebaut ist. Wahnsinnig riesig ist dies Stadt und von einer absolut schönen Natur umgeben. So richtig beeindruckt hat sie mich.
Die Hinfahrt war richtig angenehm und hat sogar nur 12 Stunden gedauert.
Ich habe bei meinem Verwandten gewohnt und sie haben mir innerhalb der 2 Tage einen kleinen Einblick in das Leben in La Paz gegeben.
Ich war sogar im Deutschen Automobil Club. Da sind sie nämlich Mitglieder und deshalb durfte ich mitkommen. Wahnsinn war das. Eine Schwimmhalle,Saunalandschaft,Massagebereiche und ein ganzes Fitnessstudio nur für die Mitglieder. Ich habe es ganz doll genossen schwimmen zu können aber es hat mich auch ziemlich nachdenklich gemacht. La Paz ist einfach wie ein anderes Land und hat nichts aber auch gar nichts mit dem Leben auf dem Land zu tun. Wie in zwei unterschiedlichen Welten leben die Menschen in Stadt und Land hier in Bolivien. Wenn man hier zur guten Mittelschicht gehört,dann hat man generell immer einen Hausangestellten,der meistens rund um die Uhr im Haus ist. Diese Hausangestellten putzen,kochen,waschen ab,waschen Kleidung,gehen Einkaufen...sie machen einfach alles. Und als ich mit meiner Tante Lebensmittel in einem Supermarkt einkaufen war,durfte ich keine einzige Tüte kaufen, sondern ich sollte einer bolivianischen Frau umgerechnet zehn Cent geben damit sie all unsere Tüten zum Auto trägt. All solche Sachen sind mir schon in Deutschland ein bisschen zu dekadent und fremd und nach meinen nun fast 3 Monaten in Alcalá leben noch viel viel mehr.
Dort geht es genauso darum, wer welches Auto fährt, wer den neuesten I-Pod und des neuste Handy hat oder wer den wie viele Hausangestellte oder Fahrer hat. Und ich laufe 3 mal die Woche auf eine Dorfschule , wo bis vor einer Woche über die Hälfte der Kinder noch niemals in Alcalá waren und allerhöchstens das Kofferradio aus der Schule kennen. Und das im gleichen Land. Finde ich schon ein bisschen erschreckend,oder?
In La Paz gibt es aber auch eine deutsche Bäckerei und Eva und Ich haben allen Voluntariern deutschen Kuchen mitgebracht und dunkles Brot mitgebracht. Wir standen wie kleine Kinder mit großen Augen in der Bäckerei. Ohje wie sich alle gefreut haben,als wir den Kuchen heute in Sucre präsentiert haben=)
Und...es gibt einen einzigen Burger King in ganz Bolivien, in La Paz:-)
Wir konnten der Versuchung einfach nicht widerstehen und mussten dort etwas essen. Jetzt habe ich so viel aus der modernen Welt getankt,jetzt kann ich erst einmal für die nächsten 2 ½ Wochen in mein ganz typisch bolivianisches und ursprüngliches Dorf fahren=)
Die Rückfahrt von La Paz war furchtbar. Sie hat einfach fast 15 Stunden gedauert,es ging kein Fenster auf zumachen und der Fernseher lief so laut, dass Eva und Ich irgendwann Kopfschmerztabletten nehmen mussten. Halb 10 heute Morgen sind wir erst angekommen...Naja aber wenigstens sind wir heil angekommen.
Ich melde mich wieder aus Alcalá und schicke euch ganz liebe Grüße aus der Flota und hoffe euch allen geht es gut und ihr habt eure Ferien genossen?
Hasta luego
Sophie=)
ich sitze gerade in der Flota auf dem Weg nach Alcalá und schreibe meinem Blog auf dem Lap Top, eine echt tolle Beschäftigung,weil alleine zu fahren ist wirklich ein bisschen langweilig,so habe ich jetzt was zu tun.
Das Wochenende war ich zusammen mit Eva in La Paz. Sie hat eine Freundin besucht und ich habe meine bolivianischen Verwandten zum allerersten Mal besucht und kennen gelernt.
La Paz ist eine absolut umwerfende Stadt. Sie liegt ja in einem Kessel,umgeben von riesigen Bergen und überall wo man sich umdreht und hin guckt,sind Häuser. Es gibt einfach kein kleines Fleckchen, dass nichts bebaut ist. Wahnsinnig riesig ist dies Stadt und von einer absolut schönen Natur umgeben. So richtig beeindruckt hat sie mich.
Die Hinfahrt war richtig angenehm und hat sogar nur 12 Stunden gedauert.
Ich habe bei meinem Verwandten gewohnt und sie haben mir innerhalb der 2 Tage einen kleinen Einblick in das Leben in La Paz gegeben.
Ich war sogar im Deutschen Automobil Club. Da sind sie nämlich Mitglieder und deshalb durfte ich mitkommen. Wahnsinn war das. Eine Schwimmhalle,Saunalandschaft,Massagebereiche und ein ganzes Fitnessstudio nur für die Mitglieder. Ich habe es ganz doll genossen schwimmen zu können aber es hat mich auch ziemlich nachdenklich gemacht. La Paz ist einfach wie ein anderes Land und hat nichts aber auch gar nichts mit dem Leben auf dem Land zu tun. Wie in zwei unterschiedlichen Welten leben die Menschen in Stadt und Land hier in Bolivien. Wenn man hier zur guten Mittelschicht gehört,dann hat man generell immer einen Hausangestellten,der meistens rund um die Uhr im Haus ist. Diese Hausangestellten putzen,kochen,waschen ab,waschen Kleidung,gehen Einkaufen...sie machen einfach alles. Und als ich mit meiner Tante Lebensmittel in einem Supermarkt einkaufen war,durfte ich keine einzige Tüte kaufen, sondern ich sollte einer bolivianischen Frau umgerechnet zehn Cent geben damit sie all unsere Tüten zum Auto trägt. All solche Sachen sind mir schon in Deutschland ein bisschen zu dekadent und fremd und nach meinen nun fast 3 Monaten in Alcalá leben noch viel viel mehr.
Dort geht es genauso darum, wer welches Auto fährt, wer den neuesten I-Pod und des neuste Handy hat oder wer den wie viele Hausangestellte oder Fahrer hat. Und ich laufe 3 mal die Woche auf eine Dorfschule , wo bis vor einer Woche über die Hälfte der Kinder noch niemals in Alcalá waren und allerhöchstens das Kofferradio aus der Schule kennen. Und das im gleichen Land. Finde ich schon ein bisschen erschreckend,oder?
In La Paz gibt es aber auch eine deutsche Bäckerei und Eva und Ich haben allen Voluntariern deutschen Kuchen mitgebracht und dunkles Brot mitgebracht. Wir standen wie kleine Kinder mit großen Augen in der Bäckerei. Ohje wie sich alle gefreut haben,als wir den Kuchen heute in Sucre präsentiert haben=)
Und...es gibt einen einzigen Burger King in ganz Bolivien, in La Paz:-)
Wir konnten der Versuchung einfach nicht widerstehen und mussten dort etwas essen. Jetzt habe ich so viel aus der modernen Welt getankt,jetzt kann ich erst einmal für die nächsten 2 ½ Wochen in mein ganz typisch bolivianisches und ursprüngliches Dorf fahren=)
Die Rückfahrt von La Paz war furchtbar. Sie hat einfach fast 15 Stunden gedauert,es ging kein Fenster auf zumachen und der Fernseher lief so laut, dass Eva und Ich irgendwann Kopfschmerztabletten nehmen mussten. Halb 10 heute Morgen sind wir erst angekommen...Naja aber wenigstens sind wir heil angekommen.
Ich melde mich wieder aus Alcalá und schicke euch ganz liebe Grüße aus der Flota und hoffe euch allen geht es gut und ihr habt eure Ferien genossen?
Hasta luego
Sophie=)
Mittwoch, 20. Oktober 2010
Alcalá hat Internet!!:-)
Endlich hat es geklappt. Wenn nicht irgendetwas unerwartetes dazwischen kommt, habe ich jetzt rund um die Uhr Internet in Alcalá:-)
Seit Sonntag Abend bin ich wieder in einer angenehmeren klimatischen Klimazone und meine „Sonnenschutzcreme 50+“ kommt wieder zum Einsatz.
Montag war ich in Mulacancha und es war einfach nur schön endlich wieder hingehen zu dürfen:-) Ich habe von einer Mama ein selbstgemachtes Armband in den Farben von Bolivien geschenkt bekommen,da habe ich mich so richtig gefreut=)
Nach dem Unterricht habe ich dann noch mit den Müttern Brot für den nächsten Tag gebacken, jetzt kann ich sogar schon selber Brot backen. Ohne jegliche Hilfsmittel, die wir zum Backen benutzen. Das war so richtig interessant und spannend.=)
Ich hatte natürlich nicht an meinen Sonnenhut gedacht und da es auf dem Rückweg so heiß war, habe ich mir dann mein Tuch wie ein Turban um den Kopf gewickelt. Alle mir entgegen kommenden Leute haben mich angeguckt, als sei ich eine undefinierbare Gestalt aus einer anderen Welt...;-)
Seit gestern Abend ist Jule aus Sucre zu Besuch und ist ganz begeister von Alcalá:-)
Da Alcalá heute große Fiesta hat, ist heute keine Schule. Heute Morgen war die ganze Plaza voller Menschen. Alle Kinder aus den umliegenden Dörfern und Dorfschulen sind gekommen. Meine Schüler aus Mulacancha auch, deshalb ist meine Wanderstunde nach Mulacancha auch ausgefallen;-)
Diesmal fand die Fiesta nicht in der Escuela sondern auf der Plaza statt. Es wurde viel gegessen,getrunken, gesungen und getanzt. Jede Klasse oder jede kleine Dorfschule hatte ein kleines Programm vorbereitet.
Zum Schluss gab es eine riesen Wasser und Essensschlacht...meine Sachen sind erstens klitschnass und stinken nach einer Mischung aus Fleisch, Paprikasoße und Orange....wirklich köstlich;-)
Die Kinder aus Mulacancha sind aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen. Von allen 23 Schülern waren drei schon mal in Alcalá. Alle haben bis her nur ihr Haus gesehen und vielleicht noch das Nachbrahaus und natürlich ihre Schule.
Und dann wurde ihnen gezeigt, in welchem Haus ich wohne. Ohje, ihr könnt euch nicht vorstellen wie Sie mein Haus angeguckt haben. Mit Mund offen und in ihren Augen war eine Mischung aus Traurigkeit und Unverständlichkeit,dass es solche Häuser überhaupt gibt.
Das war mir so richtig unangenehm:-(
Da es draußen so unerträglich heiß ist, mache ich gerade Fiesta, dann bereite ich meinen Engliscunterricht für Morgen vor und meine Sachen werde ich noch packen.
Morgen Nachmittag fahre ich nämlich mit Jule nach Sucre,schlafe dort eine Nacht und am Freitag Abend sitze ich schon mit Eva in der Flota nach La Paz.
La Paz ist die größte Stadt Boliviens und liegt auf über 4000 Meter Höhe. Eva besucht eine Freundin, die auch gerade ihr FSJ in Bolivien macht und ich besuche meine Verwandten. Ich bin schon ganz schön aufgeregt=)
Ich berichte dann von meinen Eindrücken und Erlebnissen aus La Paz:-)
Bis dahin erstmal.
Ich schicke euch herzliche Grüße aus Alcalá=)
Eure Sophie
Seit Sonntag Abend bin ich wieder in einer angenehmeren klimatischen Klimazone und meine „Sonnenschutzcreme 50+“ kommt wieder zum Einsatz.
Montag war ich in Mulacancha und es war einfach nur schön endlich wieder hingehen zu dürfen:-) Ich habe von einer Mama ein selbstgemachtes Armband in den Farben von Bolivien geschenkt bekommen,da habe ich mich so richtig gefreut=)
Nach dem Unterricht habe ich dann noch mit den Müttern Brot für den nächsten Tag gebacken, jetzt kann ich sogar schon selber Brot backen. Ohne jegliche Hilfsmittel, die wir zum Backen benutzen. Das war so richtig interessant und spannend.=)
Ich hatte natürlich nicht an meinen Sonnenhut gedacht und da es auf dem Rückweg so heiß war, habe ich mir dann mein Tuch wie ein Turban um den Kopf gewickelt. Alle mir entgegen kommenden Leute haben mich angeguckt, als sei ich eine undefinierbare Gestalt aus einer anderen Welt...;-)
Seit gestern Abend ist Jule aus Sucre zu Besuch und ist ganz begeister von Alcalá:-)
Da Alcalá heute große Fiesta hat, ist heute keine Schule. Heute Morgen war die ganze Plaza voller Menschen. Alle Kinder aus den umliegenden Dörfern und Dorfschulen sind gekommen. Meine Schüler aus Mulacancha auch, deshalb ist meine Wanderstunde nach Mulacancha auch ausgefallen;-)
Diesmal fand die Fiesta nicht in der Escuela sondern auf der Plaza statt. Es wurde viel gegessen,getrunken, gesungen und getanzt. Jede Klasse oder jede kleine Dorfschule hatte ein kleines Programm vorbereitet.
Zum Schluss gab es eine riesen Wasser und Essensschlacht...meine Sachen sind erstens klitschnass und stinken nach einer Mischung aus Fleisch, Paprikasoße und Orange....wirklich köstlich;-)
Die Kinder aus Mulacancha sind aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen. Von allen 23 Schülern waren drei schon mal in Alcalá. Alle haben bis her nur ihr Haus gesehen und vielleicht noch das Nachbrahaus und natürlich ihre Schule.
Und dann wurde ihnen gezeigt, in welchem Haus ich wohne. Ohje, ihr könnt euch nicht vorstellen wie Sie mein Haus angeguckt haben. Mit Mund offen und in ihren Augen war eine Mischung aus Traurigkeit und Unverständlichkeit,dass es solche Häuser überhaupt gibt.
Das war mir so richtig unangenehm:-(
Da es draußen so unerträglich heiß ist, mache ich gerade Fiesta, dann bereite ich meinen Engliscunterricht für Morgen vor und meine Sachen werde ich noch packen.
Morgen Nachmittag fahre ich nämlich mit Jule nach Sucre,schlafe dort eine Nacht und am Freitag Abend sitze ich schon mit Eva in der Flota nach La Paz.
La Paz ist die größte Stadt Boliviens und liegt auf über 4000 Meter Höhe. Eva besucht eine Freundin, die auch gerade ihr FSJ in Bolivien macht und ich besuche meine Verwandten. Ich bin schon ganz schön aufgeregt=)
Ich berichte dann von meinen Eindrücken und Erlebnissen aus La Paz:-)
Bis dahin erstmal.
Ich schicke euch herzliche Grüße aus Alcalá=)
Eure Sophie
Sonntag, 17. Oktober 2010
Hola Hola
Jetzt kann ich ein bisschen mitfühlen was die Kälte in Deutschland angeht. In Tarabuco ist es nämlich genauso kalt, wie in Halle. Ich erfriere ja bald...so eine Kälte bin ich in meinem kleinen warmen Alcalá schon garnicht mehr gewohnt=)
Gestern haben Eva und Ich einen gemütlichen Bettvormittag gemacht und die Zivis haben den ganzen Vormittag X-Box gespielt. Tarabuco ist nämlich der einzige Einsatzort, wo es eine X-Box gibt...Das ist glaube ich auch der größte Grund warum hier so viele Zivis zu Besuch kommen;-)
Gestern Nachmittag war großer Stierkamf in Tarabuco und das haben wir uns natürlich angeguckt. Wegen des Stierkampfes kamen auch die Voluntarier und Zivis aus Sucre zu Besuch.
Die richtigen Toreros hatten abgesagt und nun durfte jeder in den “Ring” der genügend Alkohol und Koka im Blut hatte. Also jeder...=)
Dem Stier wurde dann ein Tuch umgebunden, und wer das Tuch des Stieres ergattern konnte, hatte gewonnen.
Für mikch steht fest, dass ich mit Stierkämfen garnichts mit anfangen kann. Wir Mädchen standen immer am Rand und haben nur geschrieen und die Jungs fanden es teilweise sogar zu langweilig, weil kein Blut floss.
Für mich war die ganze Angelegenheit trotzdem gefährlich genug, weil manche Menschen einfach betrunken und lebensmüde auf die Stiere zugelaufen sind. Noch viel mehr taten mir aber die Stiere leid:-(
Ich sehe darin nur Tierqäulerei. Aber die Tarabucaner hatten ihren Spaß und hatten wieder einmal einen Grund mehr zum Trinken...
Auch wenn das irgendwo lustig klingt und machmal auch ist, ist das Alkoholproblem dolle groß. Gerade auf den Dörfern ist es noch schlimmer. Viele arme Menschen trinken über die Maßen Alkohol und es gibt einfach so viele Feste und damit auch Anlässe zu trinken, dass man schnell mehr als zu einem Gelegenheitstrinker wird.Und da ist es dann egal ob man bitterarm ist oder ein angesehener Lehrer aus dem Dorf ist. Damit nimmt leider auch die Gewalt auf den Straßen als auch Häusliche Gewalt immer mehr zu. Das ist für mich und die anderen Voluntarier immer sehr erschreckend.
Heute Vormittag gehen wir noch einmal über den Indiomarkt und Nachmittags fahre ich dann mit Immanuel,dem Zivi aus Alcalá, zurück in mein Zuhause auf Zeit. Und ich muss sagen, dass ich mich schon irgendwie freue, heute Abend wieder anzukommen:-)
Diesmal habe ich sogar einen richtigen Sitzplatz. Auf der Hinfahrt gab es nämlich keine lätze mehr und ich musste wieder neben dem Fahrer sitzen, was diesmal äußerst unbequem war, weil noch andere 4 Frauen mit im Fahrerhäuschen saßen...=)
Morgen gehe ich dann wieder ganz offiziell nach Mulacancha, da freue ich mich besonders drauf. Und da ja morgen Montag ist, wird auch wieder um Punkt 9 Uhr die bolivianische Hymne gesungen:-)
Ich hoffe ihr habt schönes Wetter in den Herbstferien, jedenfalls die, die Ferien haben:-)
Ich schicke euch liebe Grüße von 3300 Meter Höhe und friere mit euch;-)
Eure Sophie
Jetzt kann ich ein bisschen mitfühlen was die Kälte in Deutschland angeht. In Tarabuco ist es nämlich genauso kalt, wie in Halle. Ich erfriere ja bald...so eine Kälte bin ich in meinem kleinen warmen Alcalá schon garnicht mehr gewohnt=)
Gestern haben Eva und Ich einen gemütlichen Bettvormittag gemacht und die Zivis haben den ganzen Vormittag X-Box gespielt. Tarabuco ist nämlich der einzige Einsatzort, wo es eine X-Box gibt...Das ist glaube ich auch der größte Grund warum hier so viele Zivis zu Besuch kommen;-)
Gestern Nachmittag war großer Stierkamf in Tarabuco und das haben wir uns natürlich angeguckt. Wegen des Stierkampfes kamen auch die Voluntarier und Zivis aus Sucre zu Besuch.
Die richtigen Toreros hatten abgesagt und nun durfte jeder in den “Ring” der genügend Alkohol und Koka im Blut hatte. Also jeder...=)
Dem Stier wurde dann ein Tuch umgebunden, und wer das Tuch des Stieres ergattern konnte, hatte gewonnen.
Für mikch steht fest, dass ich mit Stierkämfen garnichts mit anfangen kann. Wir Mädchen standen immer am Rand und haben nur geschrieen und die Jungs fanden es teilweise sogar zu langweilig, weil kein Blut floss.
Für mich war die ganze Angelegenheit trotzdem gefährlich genug, weil manche Menschen einfach betrunken und lebensmüde auf die Stiere zugelaufen sind. Noch viel mehr taten mir aber die Stiere leid:-(
Ich sehe darin nur Tierqäulerei. Aber die Tarabucaner hatten ihren Spaß und hatten wieder einmal einen Grund mehr zum Trinken...
Auch wenn das irgendwo lustig klingt und machmal auch ist, ist das Alkoholproblem dolle groß. Gerade auf den Dörfern ist es noch schlimmer. Viele arme Menschen trinken über die Maßen Alkohol und es gibt einfach so viele Feste und damit auch Anlässe zu trinken, dass man schnell mehr als zu einem Gelegenheitstrinker wird.Und da ist es dann egal ob man bitterarm ist oder ein angesehener Lehrer aus dem Dorf ist. Damit nimmt leider auch die Gewalt auf den Straßen als auch Häusliche Gewalt immer mehr zu. Das ist für mich und die anderen Voluntarier immer sehr erschreckend.
Heute Vormittag gehen wir noch einmal über den Indiomarkt und Nachmittags fahre ich dann mit Immanuel,dem Zivi aus Alcalá, zurück in mein Zuhause auf Zeit. Und ich muss sagen, dass ich mich schon irgendwie freue, heute Abend wieder anzukommen:-)
Diesmal habe ich sogar einen richtigen Sitzplatz. Auf der Hinfahrt gab es nämlich keine lätze mehr und ich musste wieder neben dem Fahrer sitzen, was diesmal äußerst unbequem war, weil noch andere 4 Frauen mit im Fahrerhäuschen saßen...=)
Morgen gehe ich dann wieder ganz offiziell nach Mulacancha, da freue ich mich besonders drauf. Und da ja morgen Montag ist, wird auch wieder um Punkt 9 Uhr die bolivianische Hymne gesungen:-)
Ich hoffe ihr habt schönes Wetter in den Herbstferien, jedenfalls die, die Ferien haben:-)
Ich schicke euch liebe Grüße von 3300 Meter Höhe und friere mit euch;-)
Eure Sophie
Freitag, 15. Oktober 2010
Hallo Ihr Lieben =)
Über dieses Wochenende bin ich wieder in Tarabuco, weil Morgen ein riesen Stierkampf stattfinden wird. Und das wollte ich mir nicht entgehen lassen, weil Stierkämpfe so richtig üblich für diese Gegend in Bolivien ist.
Mein Wochenende hat diesmal schon am Donnerstag angefangen, weil wieder die Lehrer nach Sucre gefahren sind um ihr Geld abzuholen und da ist ja Freitags dann immer keine Schule.
Heute morgen sind Eva, Immanuel und Ich nach Sucre gefahren.
Von Tarabuco nach Sucre ist es ja nur so eine Stunde. Man fährt mit einem kleineren Bus, wo eigentlich so 8 Leute sitzen können. Joa...hier fährt das Auto nicht eher los, bevor 20 Leute drin sitzen. Dem entsprechend bequem und schnell ist dann auch die Fahrt;-) Aber nun gut, besser als nichts.
Ich staune jedes Mal aufs Neue, wenn ich nach Sucre fahre, wieviele Autos und Häuser und Menschen es einfach gibt. Keine Esel und Schweine auf der Straße sondern viele Busse und Menschen. Mit so etwas kann man mich derzeit schon begeistern;-)
Jetzt zu den neusten Informationen aus der Weltmetropole- Alcalá=)
Letzten Dienstag ist eine weiter Weltwärts-Freiwillige gekommen. Sie heißt Julz und muss leider bei den Jungs im Zimmer schlafen, weil das Mädchenzimmer schon voll ist. Hab ich wirklich Glück gehabt.
Jedenfalls teile ich mich mit ihr in den Kindergarten rein. Das heißt, dass ich jetzt jeden Montag, Mittwoch und Donnerstag nach Mulacancha laufe und Dienstag und Freitag in den Kindergarten gehe.
Über diese Lösung bin ich wirklich mehr als glücklich:-)
Dann gebe ich zweimal die Woche Hausaufgabenhilfe, zusammen mit der Maren und dann habe ich ja noch meinen Englischunterricht in der Escuela.
Der macht mir im Moment so richtig Spaß.
Vorgestern habe ich ihnen die Monate und die Jahreszeiten beigebracht und damit es nicht nur so langeilig aufgeschrieben auf einem Plakat im Klassenzimmer hängt, habe ich jedem Kind einen Papierkreis mit dem Englischen Monatsnamen drauf gegeben und da sollten sie dann malen,was ihnen zu dem Monat typisches einfällt.
4 andere Kinder haben ein farbiges Blatt bekommen,was für eine Jahreszeit stand und Sie sollten dann ebenfalls das Typischste für diese Jahreszeit malen.
Zum Schluss ist es einfach ein richtig schöner Kalender geworden.
Für die Kinder hier, ist es unheimlich schwer Englisch zu lernen. Und deshalb würde stumpfsinniges Vokabel lernen einfach garnichts bringen.
Letzte Woche habe ich ja meinen ersten Test mit ihnen geschrieben und die Kinder, die besonders gut waren, haben einen Leuchtsticker auf ihren Test geklebt bekommen. Ihr könnt euch einfach nicht vorstellen,wie dolle sie sich jetzt anstrengen wollen,weil sie unbedingt einen Leuchtsticker haben wollen.
Bei uns könnte man damit wahrscheinlich keinen Jungen der 6. Klasse mehr reizen...=)
Ansonsten wird es immer wärmer...jedenfalls in Alcalá. Tarabuco liegt meiner Meinung nach immer noch in der Klimazone der Antarktis;-)
Ich schicke euch herzliche Grüße aus Bolivien.
Und denen die als Lehrer arbeiten oder zur Schule gehen...wünsche ich schöne Herbstfeiren=)
Eure Sophie=)
Über dieses Wochenende bin ich wieder in Tarabuco, weil Morgen ein riesen Stierkampf stattfinden wird. Und das wollte ich mir nicht entgehen lassen, weil Stierkämpfe so richtig üblich für diese Gegend in Bolivien ist.
Mein Wochenende hat diesmal schon am Donnerstag angefangen, weil wieder die Lehrer nach Sucre gefahren sind um ihr Geld abzuholen und da ist ja Freitags dann immer keine Schule.
Heute morgen sind Eva, Immanuel und Ich nach Sucre gefahren.
Von Tarabuco nach Sucre ist es ja nur so eine Stunde. Man fährt mit einem kleineren Bus, wo eigentlich so 8 Leute sitzen können. Joa...hier fährt das Auto nicht eher los, bevor 20 Leute drin sitzen. Dem entsprechend bequem und schnell ist dann auch die Fahrt;-) Aber nun gut, besser als nichts.
Ich staune jedes Mal aufs Neue, wenn ich nach Sucre fahre, wieviele Autos und Häuser und Menschen es einfach gibt. Keine Esel und Schweine auf der Straße sondern viele Busse und Menschen. Mit so etwas kann man mich derzeit schon begeistern;-)
Jetzt zu den neusten Informationen aus der Weltmetropole- Alcalá=)
Letzten Dienstag ist eine weiter Weltwärts-Freiwillige gekommen. Sie heißt Julz und muss leider bei den Jungs im Zimmer schlafen, weil das Mädchenzimmer schon voll ist. Hab ich wirklich Glück gehabt.
Jedenfalls teile ich mich mit ihr in den Kindergarten rein. Das heißt, dass ich jetzt jeden Montag, Mittwoch und Donnerstag nach Mulacancha laufe und Dienstag und Freitag in den Kindergarten gehe.
Über diese Lösung bin ich wirklich mehr als glücklich:-)
Dann gebe ich zweimal die Woche Hausaufgabenhilfe, zusammen mit der Maren und dann habe ich ja noch meinen Englischunterricht in der Escuela.
Der macht mir im Moment so richtig Spaß.
Vorgestern habe ich ihnen die Monate und die Jahreszeiten beigebracht und damit es nicht nur so langeilig aufgeschrieben auf einem Plakat im Klassenzimmer hängt, habe ich jedem Kind einen Papierkreis mit dem Englischen Monatsnamen drauf gegeben und da sollten sie dann malen,was ihnen zu dem Monat typisches einfällt.
4 andere Kinder haben ein farbiges Blatt bekommen,was für eine Jahreszeit stand und Sie sollten dann ebenfalls das Typischste für diese Jahreszeit malen.
Zum Schluss ist es einfach ein richtig schöner Kalender geworden.
Für die Kinder hier, ist es unheimlich schwer Englisch zu lernen. Und deshalb würde stumpfsinniges Vokabel lernen einfach garnichts bringen.
Letzte Woche habe ich ja meinen ersten Test mit ihnen geschrieben und die Kinder, die besonders gut waren, haben einen Leuchtsticker auf ihren Test geklebt bekommen. Ihr könnt euch einfach nicht vorstellen,wie dolle sie sich jetzt anstrengen wollen,weil sie unbedingt einen Leuchtsticker haben wollen.
Bei uns könnte man damit wahrscheinlich keinen Jungen der 6. Klasse mehr reizen...=)
Ansonsten wird es immer wärmer...jedenfalls in Alcalá. Tarabuco liegt meiner Meinung nach immer noch in der Klimazone der Antarktis;-)
Ich schicke euch herzliche Grüße aus Bolivien.
Und denen die als Lehrer arbeiten oder zur Schule gehen...wünsche ich schöne Herbstfeiren=)
Eure Sophie=)
Wichtige Daten
Hier meine neue E-Mail Adresse: anne.sophieschroeter@yahoo.de
Und hier meine Anschrift in Bolivien, wo ihr Päckchen oder Briefe/Karten hinschicken könnt, wenn ihr möchtet=)
Hostelling International
Anne-Sophie Schroeter
Calle Guillermo Loayza 119(Ostria Gutierrez)
Sucre
BOLIVIA
Und hier meine Anschrift in Bolivien, wo ihr Päckchen oder Briefe/Karten hinschicken könnt, wenn ihr möchtet=)
Hostelling International
Anne-Sophie Schroeter
Calle Guillermo Loayza 119(Ostria Gutierrez)
Sucre
BOLIVIA
Sonntag, 10. Oktober 2010
Hallo ihr Lieben,
es tut mir Leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe,aber das mit dem Internet in Alcalá klappt einfach immer noch nicht...:-( Deshalb lädt Eva nochmal meinen Blogeintrag für mich hoch.
Auch wenn ich nun auf dem rechten Ohr ein bisschen schlechter höre, habe ich meine Mittelohrentzündung ganz gut auskuriert.
Jetzt habe ich schon 2 Wochen nicht mehr richtig geschrieben und ich find es schwer die 2 Wochen jetzt nachzuerzählen, deshalb schreib ich euch die wichtigesten Ereignisse...
Letzten Donnerstag hatten Maren,Julia und Ich unseren großen Tanzauftritt.
Einmal im Jahr müssen die Lehrer alle üblichen bolivianischen Tänze ihren Schülern vortanzen. Und da wir ja nun auch mehr oder weniger zu den Lehrern in Alcalá dazugehören,mussten wir mittanzen. Obwohl wir uns jeden Morgen um 6 Uhr getroffen haben um zu üben habe ich noch nie so einen unorganisierten Auftritt erlebt. Aber wie alles hier,klappt es ja dann zum Schluss doch immer irgendwie. So auch diesmal. Wir waren die Atraktion des Abends und jetzt sprechen uns immer viele Menschen hier an, dass wir Weißen viel besser als die Bolivianer tanzen können.
Leider können wir angeblich immer alles besser, einfach nur wegen unserer Hautfarbe,das macht mich in der letzten Zeit irgendwie immer mehr traurig.
Manche Menschen hier zeigen sehr deutlich,dass sie mit uns nichts zu tun haben wollen, weil wir Weiß und böse Menschen sind. Und dann gibt es welche,die so tun als ob man ein Gott wäre.
Am Anfang durfte ich zum Beispiel in meinem eigenen Unterricht nicht die Tafel wischen, weil das eine zu niedrige Arbeit für mich wäre. Oder man wird im Laden bevorzugt,weil man weiß ist...oder eben auch garnicht bedient. Ich finde, dass in Bolivien ein großer Rassismus existiert. Zwischen Weißen und Dunklen oder zwischen Menschen die in der Stadt oder in größeren Dörfern wohnen und denen die auf dem “Campo”, also auf dem Land wohnen. Das ist manchmal schon sehr erschreckend.
Die Woche bin ich jetzt doch noch in den Kindergarten gegangen,weil ich auf die nächste Voluntarierin warten muss. Sie kommt vorraussichtlich am Dienstag und mit ihr soll ich mich dann in den Kindergarten und Mulacanche reinteilen.Ich habe jetzt einen Wochenplan für das Essen und die Aktivitäten im Kindergarten erstellt, dann ist es vielleicht nicht mehr so eine Aufbewahrungsstätte. Mit der Kindergärtnerin verstehe ich mich jetzt mittlerweile auch ganz gut, sie backt mir jetzt jede Woche Brot und Kuchen, damit ich etwas leckeres habe und es mir hier in Alcalá gut geht. So richtig lieb wie ich finde.
Übers Wochenende ist Eva gekommen:-) Da mich 2 Mädchen aus meiner 6. Klasse zum wandern eingeladen hatten, waren wir gestern wandern. Die beiden sagten uns, dass die Wanderung nur so eine Stunde dauert. Deshalb haben wir einfach nichts mitgenommen. Weder zu trinken,noch zu essen, noch Klopapier. Tja, es stellte sich dann aber nach kurzer Unterhaltung raus, dass sie mit uns auf den größten und weit enferntesten Berg gehen wollen. So ungefähr 6 Stunden zu Fuß. Nun konnten wir ja nicht einfach umdrehen,weil das wäre ja unhöflich gewesen. Also sind wir ganz tapfer und keuchend mitgelaufen. Manchmal macht mir die Höhe dann doch noch zu schaffen. Die beiden Mädchen waren Cousinen und leben eigentlich auf dem Land und laufen jeden Tag 2 Stunden zur Schule. Auf dem Weg zum Berg lagen ihre beiden Häuser. Obwohl Häuser schon wieder zu viel gesagt wäre. Einfach eine Lehmhütte. Ganz einfach, mit Türen aus 3 kleinen Ästen. Und wir durften einfach eintreten, uns auf den Boden setzen und dann haben wir etwas gekocht bekommen. Das war so intim und so unglaublich eindrucksvoll für mich,das kann ich leider garnicht in Worten beschreiben. So etwas zu erleben, ist wie man sagt, etwas ganz außergewöhnliches,weil eigentlich keine arme Indio-Familie 2 reichen Weißen Mädchen ihr Haus von innen zeigt. Jetzt habe ich gesehen,wie die Menschen wohnen,die wirklich ganz ganz einfach und arm leben. Eine Erfahrung, die ich nicht vergessen werde und auf die ich irgendwie auch ein bisschen Stolz bin.
Als wir bei der einen Famile gegessen hatte,wurden wir gleich zum nächsten Hof geführt und wurden dort auch wieder ganz herzlich empfangen und bekamen wieder eine riiiesen Ladung mit Essen. Auf dem Rückweg sind Eva und Ich einfach nur noch geschlichen, weil wir so voll gegessen waren und der Weg so anstrengend war.
Ab Morgen bieten wir jeden Tag eine Stunde Hausaufgabenhilfe an. Dort können dann alle Kinder kommen,die Hilfe bei ihren Hausaufgaben haben. Die meisten werden sicherlich wegen Englisch kommen.
Dann bieten wir auch ab demnächst Englischunterricht für die Lehrer an. Weil wie ich ja schon mal geschrieben habe, können hier selbst die Englischlehrer kein Englisch und wollen es unbedingt lernen. Die eine Englischlehrerin meiner Klasse sitzt immer in meinem Unterricht und lernt fleißig mit und letze Stunde hat sie sogar ganz eifrig den Test mitgeschrieben.=)
So jetzt habt ihr wieder viel zu lesen, ich hoffe euch war es nicht zu viel.
Nächsten Donnerstag fahre ich übers Wochenende nach Tarbuco, weil am Wochenende Stierkampf ist und da gibt es dann spätestens den nächsten Blogeintrag.
Ich schicke euch herzliche Grüße aus Bolivien.
Eure Sophie
es tut mir Leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe,aber das mit dem Internet in Alcalá klappt einfach immer noch nicht...:-( Deshalb lädt Eva nochmal meinen Blogeintrag für mich hoch.
Auch wenn ich nun auf dem rechten Ohr ein bisschen schlechter höre, habe ich meine Mittelohrentzündung ganz gut auskuriert.
Jetzt habe ich schon 2 Wochen nicht mehr richtig geschrieben und ich find es schwer die 2 Wochen jetzt nachzuerzählen, deshalb schreib ich euch die wichtigesten Ereignisse...
Letzten Donnerstag hatten Maren,Julia und Ich unseren großen Tanzauftritt.
Einmal im Jahr müssen die Lehrer alle üblichen bolivianischen Tänze ihren Schülern vortanzen. Und da wir ja nun auch mehr oder weniger zu den Lehrern in Alcalá dazugehören,mussten wir mittanzen. Obwohl wir uns jeden Morgen um 6 Uhr getroffen haben um zu üben habe ich noch nie so einen unorganisierten Auftritt erlebt. Aber wie alles hier,klappt es ja dann zum Schluss doch immer irgendwie. So auch diesmal. Wir waren die Atraktion des Abends und jetzt sprechen uns immer viele Menschen hier an, dass wir Weißen viel besser als die Bolivianer tanzen können.
Leider können wir angeblich immer alles besser, einfach nur wegen unserer Hautfarbe,das macht mich in der letzten Zeit irgendwie immer mehr traurig.
Manche Menschen hier zeigen sehr deutlich,dass sie mit uns nichts zu tun haben wollen, weil wir Weiß und böse Menschen sind. Und dann gibt es welche,die so tun als ob man ein Gott wäre.
Am Anfang durfte ich zum Beispiel in meinem eigenen Unterricht nicht die Tafel wischen, weil das eine zu niedrige Arbeit für mich wäre. Oder man wird im Laden bevorzugt,weil man weiß ist...oder eben auch garnicht bedient. Ich finde, dass in Bolivien ein großer Rassismus existiert. Zwischen Weißen und Dunklen oder zwischen Menschen die in der Stadt oder in größeren Dörfern wohnen und denen die auf dem “Campo”, also auf dem Land wohnen. Das ist manchmal schon sehr erschreckend.
Die Woche bin ich jetzt doch noch in den Kindergarten gegangen,weil ich auf die nächste Voluntarierin warten muss. Sie kommt vorraussichtlich am Dienstag und mit ihr soll ich mich dann in den Kindergarten und Mulacanche reinteilen.Ich habe jetzt einen Wochenplan für das Essen und die Aktivitäten im Kindergarten erstellt, dann ist es vielleicht nicht mehr so eine Aufbewahrungsstätte. Mit der Kindergärtnerin verstehe ich mich jetzt mittlerweile auch ganz gut, sie backt mir jetzt jede Woche Brot und Kuchen, damit ich etwas leckeres habe und es mir hier in Alcalá gut geht. So richtig lieb wie ich finde.
Übers Wochenende ist Eva gekommen:-) Da mich 2 Mädchen aus meiner 6. Klasse zum wandern eingeladen hatten, waren wir gestern wandern. Die beiden sagten uns, dass die Wanderung nur so eine Stunde dauert. Deshalb haben wir einfach nichts mitgenommen. Weder zu trinken,noch zu essen, noch Klopapier. Tja, es stellte sich dann aber nach kurzer Unterhaltung raus, dass sie mit uns auf den größten und weit enferntesten Berg gehen wollen. So ungefähr 6 Stunden zu Fuß. Nun konnten wir ja nicht einfach umdrehen,weil das wäre ja unhöflich gewesen. Also sind wir ganz tapfer und keuchend mitgelaufen. Manchmal macht mir die Höhe dann doch noch zu schaffen. Die beiden Mädchen waren Cousinen und leben eigentlich auf dem Land und laufen jeden Tag 2 Stunden zur Schule. Auf dem Weg zum Berg lagen ihre beiden Häuser. Obwohl Häuser schon wieder zu viel gesagt wäre. Einfach eine Lehmhütte. Ganz einfach, mit Türen aus 3 kleinen Ästen. Und wir durften einfach eintreten, uns auf den Boden setzen und dann haben wir etwas gekocht bekommen. Das war so intim und so unglaublich eindrucksvoll für mich,das kann ich leider garnicht in Worten beschreiben. So etwas zu erleben, ist wie man sagt, etwas ganz außergewöhnliches,weil eigentlich keine arme Indio-Familie 2 reichen Weißen Mädchen ihr Haus von innen zeigt. Jetzt habe ich gesehen,wie die Menschen wohnen,die wirklich ganz ganz einfach und arm leben. Eine Erfahrung, die ich nicht vergessen werde und auf die ich irgendwie auch ein bisschen Stolz bin.
Als wir bei der einen Famile gegessen hatte,wurden wir gleich zum nächsten Hof geführt und wurden dort auch wieder ganz herzlich empfangen und bekamen wieder eine riiiesen Ladung mit Essen. Auf dem Rückweg sind Eva und Ich einfach nur noch geschlichen, weil wir so voll gegessen waren und der Weg so anstrengend war.
Ab Morgen bieten wir jeden Tag eine Stunde Hausaufgabenhilfe an. Dort können dann alle Kinder kommen,die Hilfe bei ihren Hausaufgaben haben. Die meisten werden sicherlich wegen Englisch kommen.
Dann bieten wir auch ab demnächst Englischunterricht für die Lehrer an. Weil wie ich ja schon mal geschrieben habe, können hier selbst die Englischlehrer kein Englisch und wollen es unbedingt lernen. Die eine Englischlehrerin meiner Klasse sitzt immer in meinem Unterricht und lernt fleißig mit und letze Stunde hat sie sogar ganz eifrig den Test mitgeschrieben.=)
So jetzt habt ihr wieder viel zu lesen, ich hoffe euch war es nicht zu viel.
Nächsten Donnerstag fahre ich übers Wochenende nach Tarbuco, weil am Wochenende Stierkampf ist und da gibt es dann spätestens den nächsten Blogeintrag.
Ich schicke euch herzliche Grüße aus Bolivien.
Eure Sophie
Samstag, 2. Oktober 2010
Hallo Ihr Lieben=)
eigentlich hatte ich einen riesen Eintrag auf meine Lap Top vorgeschrieben und wollte ihn jetzt im Internetcaf'e in Padilla hochladen,aber irgendwie geht das nicht...:-(
Deshalb gibt es jetzt erstmal Fotos und den Bericht dazu spaeter. Tut mir leid.
Ich schicke euch die herzlichsten Gruesse!
Sophie
Abonnieren
Posts (Atom)