Dienstag, 28. Dezember 2010

Un der Verkehr in Bolivien steht still...

Hallo Ihr Lieben,

5 Monate bin ich nun schon in Bolivien,und wieder einmal wurde mir gestern bewusst,dass man in diesem Land nichts, aber auch wirklich garnichts planen kann. Nicht einmal die simpelsten Sachen.

Da wir ja nun keine Schule haben und somit Urlaub nehmen können,hatten alle Voluntarier vor gehabt nach Weihnachten los zu reisen. Dieses Vorhaben wurde durch eine Entscheidung vom Präsidenten Boliviens ein großer Stein in den Weg gelegt.

In der Nacht zu Gestern, hat Evo Morales,Präsident Boliviens, die Benzinpreise verdoppelt.Seitdem fährt nichts mehr und der Verkehr ist lahm gelegt.
Den ganzen gestrigen Tag habe ich mit anderen FReiwilligen am Terminal( Busbahnhof)verbracht und nach Flotas gesucht. Es fuhr keine einzige. Hunderte Menschen mussten am Terminal übernachten,weil sie weder vor noch zurück kamen und sich keine Unterkunft in Sucre leisten konnten.
Vier Mädchen von uns hatten das Glück, 26 Passagiere für eine Flota zusammen zu suchen, die den vier-fachen Preis nach La PAz gazahlt haben und somit sind sie gestern mit einer privaten Flota losgefahren.

Der größte Teil hängt jedoch noch in Sucre fest und kann nur hoffen und warten.

Ich hatte das Glück und habe den letzten Platz in einer 10-Mann Maschine ergattert und bin heute nach Santa Cruz geflogen,weil ich ja morgen meine Mama vom Flughafen abholen muss.
Ob wir wie geplant durch Bolivien reisen können ist bei jetzt eher fraglich.

Es sind aber nicht nur Reisende betroffen sondern alle Einwohner dieses Landes.

Nach Alcalá zum Beispiel fährt keine Flota aber auch kein Lastwagen,der Wassser oder Lebensmittel wie gewohnt hin transportiert, weil die Benzinpreise einfach so hoch sind,dass es sich fast keiner leisten kann.

Und die ärmere Menschen die außerhalb der Stadt wohnen, können nun nicht mehr mit dem Bus fahren und ein Taxi können sie sich nicht leisten, zu mal die Txis die fahren, den dreifachen Preis nehmen.

Ich war noch nie so direkt an einer politischen Entscheidung betroffen wie von dieser.

Umso froher bin ich,dass ich diesen letzten Flugsitz heute noch bekommen habe.

Jetzt sitze ich in meinem Hotelzimmer und habe mich direkt mit der Klimaanlage angefreundet:-)

Nun muss ich nur noch warten bis ich morgen früg meine Mama vom FLughafen abholen kann.

Ich hoffe euch allen geht es gut.

Ich denke an euch und schicke euch die liebsten Grüße aus Bolivien.

Eure Sophie

Mein Heiligabend in Bolivien










Ich hoffe ihr hattet alle einen schönen Heiligabend und leckere Feiertage:-)
Mein Weihnachten lief eher im Kalender als in der Wirklichkeit ab aber trotzdem war es sehr interressant mal ein ganz anderes Weihnachten zu erleben.
Am Heiligabend war bis Abends um acht überhaupt nichts von Weihnachten zu spüren. Erst gegen 20.30Uhr wurde das große Essen eröffnet. Immer zwei Voluntarier sollten sich um ein Gericht kümmern und somit hatten wir ein super leckeres Buffet. Von Truthahn bis hin zu Tiramisu war alles vorhanden:-)

Nach dem Essen haben sich die einzelnen "FReundeskreise" ihre Geschenke überreicht und um Mitternacht ging es dann in die Kirche.

Ich habe noch nie so einen kitschigen Weihnachtsgottesdienst erlebt...und ich glaube ihr auch nicht.
Auf dem Altar standen zwei Plastikweihnachtsbäume die ununterbrochen in verschiedenen Farben blinkten und um den Altar drum herum war ebenfalls ein permanent bunt blinkernde Lichterkette angebracht...

Wie bei uns gab es auch eine Krippe, nur mit dem kleinen Unterschied,dass nicht nur die Jesusfigur-Augen blinkten sondern es mehr wie eine einzige Lichterkettendisko ausah.
Achja,da war es dann vorbei mit unserer erhofften Weihnachtsstimmung. Aber wir haben es dann alle mehr mit Humor als mit Traurigkeit gesehen.

Weihnachtsfeiertage wie wir sie in Deutschland haben gibt es hier nicht und somit war am 25.Dezember der ganze "Weihnachtszauber" wieder vorbei...


Ich hoffe ihr habt dafür eure Feirtag genossen und es euch gut ergehen lassen.

Ganz Liebe Grüße aus Bolivien.

Eure Sophie

Freitag, 24. Dezember 2010

Frohe Weihnachten


Mein erstes Weinachten in kurzer Hose und T-Shirt.
Es sind 34 Grad und die Weihnachtsstimmung ist immer noch im Urlaub. Aber alle geben sich Mühe es so weinachtlich wie nur möglich zu gestalten. Einige haben Kekse gemacht,Braten mit Klößen, Kartoffelsalat mit Würstchen und noch vieles mehr.
DIe Zivis sind dafür verantwortlich den großen Saal zu schmücken.
Heute Abend gegen um neun fängt das Essen an und so gegen 23.30 uhr werden wir alle in die traditionelle Messe gehen.
Jetzt werde ich aber erstmal ein Eis essen gehen, weil es so warm ist:)
Ein bisschen komisch ist es schon aber auch sehr interressant.

Ich denke heute ganz besonders an euch alle und stelle mir in Gedanken den Schnee vor:-)


Von Herzen wünsche ich euch:


Fröhliche Weinachten!


Eure Sophie

Donnerstag, 23. Dezember 2010










Hallo Ihr im verschneiten Deutschland=)


nun ist schon eine Woche vergangen seitdem ich das letzte Mal geschrieben habe, aber wir hatten immer so viel Seminar, Fußballspiele und andere Aktivitäten,dass ich erst jetzt dazu komme euch zu schreiben.
Letzten Freitag sollten wir ha alle in verschiedene Museen gehen und ich bin mit 5 anderen Freiwilligen in das Textilmuseum von Sucre gegangen. Sehr spannend war das, weil alle Trachten der verschiedenen Stämme beziehungsweise Länderregionen zu sehen waren.
Lea,eine Freiwillige aus Sucre arbeitet in Sucre in einem Kinderheim und sie hatte die schöne Idee, mit ihren Kindern Weinachtskarten zu basteln die wir dann kaufen konnten und davon bekommen die Kinder ein kleines Weinachtsgeschenk.
Deshalb sind wir nach dem Museumsbesuch in das Kinderheim gefahren und haben ganz viele schöne Weinachtskarten gekauft und die Zivis haben gegen die Kinder Fußball gespielt.Das war wirklich sehr schön.


Sonntag mussten wir dann in unseren Einsatzfruppen eine Präsentation über unsere Einsatzstelle vor allen auf Spanisch halten. Wir waren zwar alle ganz schön aufgeregt aber es war sehr interressant zu sehen, wie unterschiedlich die Einsatzstellen doch sind.

Am selben Nachmittag hat sich Jule Reeck jedoc leider von uns verabschiedet. Sie ist nun schon wieder in Deutschland und ich hoffe dass es ihr dort besser geht.

Am Sonntagabend haben wir alle schon unser Weinachtsgeschenk von Max Steiner, frühzeitig genißen können.
Er hatte uns jeder eine Karte für eine bolivianische TAnzveranstaltung mit Abendessen geschenkt. Zwei Stunden lang wurden wir mit sehr leckerem Essen verwöhnt und konnten nebenbei die typischen Tänze aus Bolivien und tollen Kostümen bestaunen. Toll war das:)

Montag hatten wir die Aufgabe ein Plakat auf Spanisch über unsere Einsatzstelle zu machen und am Abend wurde das bestehen der 10 jährigen Freiwilligenarbeit von Hostelling International Bolivia von Max Steiner gefeiert und somit gab es eine riesen Feier. Polizeichefs , Bürgermeister, Vertreter der einzelenen Einsatzstellen wurden eingeladen und es wurden viele viele Reden gehalten.

Nun steht morgen Weinachten vor der Tür und die Weinachtsstimmung ist immer noch im Urlaub. Aber bei so einer sommerlichen Hitze und bei Palmen ist das auch kein Wunder.
Vielleicht ist es aber auch ganz gut so, dann vermisse ich das Weinachten Zuhause nicht ganz so sehr,weil ich hier nich daran errinert werde.

Ich denke an euch und schicke euch sommerliche Grüße.

Eure Sophie

Freitag, 17. Dezember 2010

"Abschied" von Alclá und Zwischenseminar in Sucre





Hallo Ihr Lieben,

Seit Montagabend bin ich nun schon in Sucre. Gerade habe ich mit allen Freiwilligen zusammen das sogenannte "Zwischenseminar". Jeden Vormittag haben wir 3 Stunden Seminar und Nachmittags noch einmal 4 Stunden.
Dort tauschen wir bisherige Erfahrungen aus, erzählen was uns gut gefällt,was vielleicht verbessert werden könnte und bekommen viele Vorträge von Max Steiner über die Globalisierung in Bolivien und über den Aufbau unsere Organisation.
Nachher haben wir den Auftrag in verschiedene Museen in Sucre zu sehen.

Jule,eine Voluntarierin aus Sucre bricht ihr FSJ frühzeitig ab, da sie seit 3 Monaten permanent krank ist und von Salmonellen geplagt wird und die letzte Woche wegen einer Nierenentzündung im Krankenhaus lag. Sonntag wird sie zurück nach Deutschland fliegen:-(

Am Montag hatten wir noch eine Abschlussfeier im kindergarten. Es gab eine riesen Torte, Geschenke für die Kinder und ein riesen Mittagessen. Ich durfte sieben Hühner grillen. Als es jedoch darum ging, den Hals des Huhnes zu essen, habe ich mich dann aber doch gedrückt;-)
Dann musste ich mein ganzes Zimmer ausräumen,weil nämlich in der Zeit in der ich nciht in Alcalá bin, andere Gäste in meinem Bett schlafen werden..:-/
Nun bin ich einen Monat nicht in Alcalá und ein bisschen vermisse ich jetzt schon mein Dorf.

Ich hoffe Sturmtief "Petra" hat euch noch nicht zu sehr eingeschneit.

Ich grüße euch herzlich aus dem sommerlichen Bolivien und denke an euch.

Eure Sophie

Freitag, 10. Dezember 2010

Fiesta "Virgen de Concepcion"



Hallo Ihr Lieben:-)

Drei Tage und Nächte konnten sich die Bewohner von Alcalá durchgängig und legal in das Alkoholparadies trinken. Nun sind die Straßen ausgestorben. Nur der ein oder andere hat sei Haus bis ejtzt noch nicht erreicht und hat sich deshalb die Straße als Schlafplatz gesucht.
Vielleicht erwachen die Schnapsleichen noch dieses Jahr:-)


Von Dienstag bis Donnerstag fand in Alcalá die größte religiöse Fiesta statt. Die Ehrung der Jungfrau,der Schutzheiligen von Alcalá.
Jedes Jahr übernimmt ein Dorfmitglied diese Veranstaltung.
Schon am Montag wurde wieder die übergroße Beschallungsbühne aufgebaut und desahlb habe ich auch reichlich Schlaf nötig=)

Ich war ein bisschen enttäuscht von dieser Fiesta, weil alle Menschen das ganze Jahr von dieser einen und großen Fiesta reden.
Aber es wurde nur einmal die Puppe der Jungfrau durch das Dorf und dann in die Kirche getragen und ansonsten wurde einfach nur ununterbrochen auf das Übelste getrunken.
Man hätte es auch Fiesta des Alkohols nennen können,das wäre vielleicht passender gewesen.

Nur ein anderes Ritual gab es noch. Zu Ehren der Jungfrau wurde eine Ziege geköpft, dann wurden ihr jeweils die Vorder und Hinterbeine zusammengebunden. So dass die Ziege nun an den beiden Seilen von zwei Männern hochgenommen konnte. Und dann haben sie sie immer wie ein Springseil geschwungen und auf den Boden geschleudert. Dreimal wurde sie auf den Boden geschleudert und beim vierten Mal haben sich die Männer gedreht und wer dann al erstes losgelassen hat, hatte verloren. Derjenige der gewonnen hat, durfte Chicha trinken. Dieses Spiel hat absolute Begeisterung und Belustigung bei den Menschen hervorgerufen, ihr könnt euch das nicht vorstellen. Das „Spiel“ spielen sie den ganzen Tag, bis die Ziege irgendwann zerreißt.

Das ganze Spektakel hat eine ausführliche Diskussion bei uns ausgeführt. Ob man es nun abartig und wiederlich finden solle oder als eine Tradition in einer anderen Kultur.

Über das Wochenende fahre ich nach El Villar. Das ist ja das nächste Nachbardorf wo es deutsche Freiwillige gibt.
Und am Montag fahre ich dann nach Sucre, weil am Dienstag mein Zwischenseminar mit allen anderen Freiwilligen beginnt.

Ich hoffe euch allen geht es gut und ihr habt einen schönen dritten Advent.

Ich grüße euch alle ganz lieb.

Eure Sophie

Montag, 6. Dezember 2010




"Ausflug" nach Santa Cruz und geschmolzene Nikoläuse...:-)

Hallo Ihr Lieben:-)

Nach fast einer Woche in Santa Cruz bin ich gestern Abend wieder in Alcalá angekommen. Dienstag Morgen bin ich ja nach Santa Cruz gefahren und habe erst einmal einen tropischen Hitzeschlag bekommen, als ich aus dem Flugzeug ausgestiegen bin.
Santa Cruz liegt ja nur auf 400 Meter Höhe und deshalb ist es nochmal heißer und schon viel tropischer beziehungsweise feuchter als in Alcalá.
Gewohnt habe ich bei Max Steiner, dem Chef von Hostelling International.
Seine Frau ist mit mir dann noch mit mir am selben Abend in ein Krankenhaus gefahren. Naja rausgekommen ist,dass ich immer noch Salmonellen habe, einen entzündeten Bauch und eine Blasenentzündung habe. Und wie für alle Krankheiten hier gibt es dafür ein schönes starkes Antibiotikum. Nun gut, aber es scheint anzuschlagen und mir geht es auch schon wieder ein bisschen besser.
Da ich mich viel ausruhen sollte,habe ich die meiste Zeit am Pool unter der Palme verbracht,weil es einfach nicht anders auszuhalten war.
Samstag bin ich dann wieder zurückgeflogen und wie schon geschrieben Sonntag Abend nach Alcalá gefahren.

Leider ist Jule,eine Freiwillige aus Sucre schlimm krank. Genauso wie mich plagen sie des öfteren die Salmonellen aber jetzt liegt sie im Krankenhaus mit Verdacht auf Nierenentzündung. Dort muss sie jetzt einige Tage liegen und gestern habe ich die Nacht das Bettchen gehütet. Das sit alles nicht sehr schön, vor allem weil es doch ein Unterschied ist, in einem deutschen Krankenhaus zu liegen als in einem bolivianischen...Nun hoffen wir alle,dass es ihr schnell besser geht...


Als ich heute Morgen in den Kindergarten gehen wollte um zu arbeiten hat mir meine Kindergärtnerin erklärt,dass diese Woche gar kein Kindergarten mehr ist,weil diese Woche für drei Tage eine Fiesta steigt. Die größte religiöse Fiesta des Dorfes. Nun gut und dann ist ja logisch dass den Tag davor, sprich heute, sich ausgeruht wird und den Tag danach ausgeschlafen werden muss.
Logisch oder?;-)
Blöd nur,dass ich für eine gefühlte halbe Milliarde Dollar Transparentpapier und anderen Bastelkram gekauft habe um Weinachtsbasteleien mit den Kindern zu machen;-(

Dann war ja heute Nikolaus:-)
Und ich habe auch für jeden einen kleinen Nikolaus gekauft und Nico, unser Zivi auch. Nachts haben wir sie dann heimlich in die Flip Flops gepackt...Tja nur als wir heute Morgen um sieben aufgewacht sind, hatten wir alle nur eine riesige Schokosoße in unseren Schuhen. Die Hitze hatten wir in unseren Nikolaus Plan nicht mit eingeplant:-)

Ich hoffe aber ihr hattet alle etwas in euren Schuhen und bei den Schneetemperaturen die ihr genießen könnt,dürfte das mit dem Schmelzen der Schokolade nicht vorgekommen sein;-)

Ich grüße euch alle ganz herzlich und denke an euch!

Lasst es euch gut gehen:-)

Eure Sophie