Samstag, 25. September 2010

Neue Erfahrung mit dem Bolivianischen Gesundheitssystem

Hallo Ihr Lieben:-)

Nun bin ich schon wieder seit 2 Tagen in Sucre...Leider bin ich seit 2 Tagen ein bisschen krank. Habe starke Ohrenschmerzen. Deshalb war ich heute mal mit Eva im Hospital, dem größten Krankenhaus von Sucre. Erst einmal mussten wir 15 Bolivianos bezahlen, dafür, dass wir überhaupt ins Krankenhaus reindürfen. Und dann wurde ich von einem ganz jungen Doktor untersucht. Hier dauert das Medizinstudium nämlich nur 1 1/2 Jahre;-)
Naja blöderweise ging das Ohr-guck-gerät nicht, weil die Batterien kaputt waren und er auch keine neuen hatte. Anscheinend war es auch das einzige Gerät im ganzen Krankenhaus...dann hat er seine Taschenlampe gezückt und wollte damit in mein Ohr gucken...er hat dann aber doch schnell eingesehen,dass er damit nicht so viel Erfolg hat.
Ich habe dann eine Spritze bekommen,gegen meinen angeblich entzündeten Hals. Und es war so schlimm. Ich habe noch nie so ein Krankenhaus gesehen. Da wurde mir wieder bewusst,wie unterschiedlich es doch hier ist. Ich kann das garnicht beschreiben, unter welchen Umständen hier Menschen geheilt werden.
Um zu gucken ob ich gegen die Medizin,die mir gespritzt wurde, ärlergisch bin,hat sie es mit der Spritze einfach in mein Auge getröpfelt. Ohje wie panisch ich gewurden bin.
Nach zwei mal verstechen ging dann aber alles gut...Besser ist es leider doch noch nicht gewurden und vielleicht gehe ich morgen einfach nochmal zu dem Deutschen Arzt gehen,der meine Salmonellen behandelt hat, in der Hoffnung,dass er genügend Batterien für sein Ohr-guck-Gerät hat...

Wochenbericht schicke ich euch gleich morgen früh...ich hoffe ihr seid mir nicht böse,dass ich noch nicht geschrieben habe.

Ach übrigens habe ich jetzt eingestellt, dass jeder Kommentare unter meinen Blog schreiben kann,ohne sich hier anzumelden.Ich würde mich freuen wenn ihr meine Berichte das ein oder andere Mal kommentieren möchtet.

Bis dahin erstmal.

Ganz Liebe Grüße

Eure Sophie

Sonntag, 19. September 2010








Bildbeschreibung:

Bild 1= Das Haus,welches von der Graffiti befreit wurde;-) Bild 2+3 = mein erster Zirkus den ich hier gesehen habe! Bild 4 =Eva,Maren,Ich und Julia kurz nach dem Aufstehen=) Bild 5 = das ist in Alcalá, zum "Tag des Essens"
Hallo Ihr Lieben=)

ich bin immer noch in Tarabuco und habe auch immer noch kein Wasser. Ich dachte ja schon immer,dass es in Alcalá schlimm ist mit dem Wasser. Aber in Tarabuco ist es ja so richtig schlimm. Da gibt es einfach mehr als gar kein Wasser. Auch wenn es bei mir in Alcalá tagelang kein Wasser fürs Duschen, Wäsche waschen oder kochen gibt,dann lässt der Hostelvater immer Wasser in Eimern fürs Klo übrig. Und nach ein paar Tagen kommen dann ja schon wieder einzige Wassertropfen. Aber hier in Tarabuco gibt es seit einer Woche einfach kein Wasser. Also auch nicht fürs Klo...und das wird ja mit der Zeit schon sehr ecklig. Eva musste sich am Freitag mit gekauften Wasserflaschen duschen,weil es ihr zu grenzwertig wurde...Ohje da bekomme Ich schon das ein oder andere Mal große Sehnsucht nach Zuhause:-(
Und hier ist es sooo kalt. Also jedenfalls Nachts und im Schatten. So eine Kälte bin ich schon garnicht mehr gewohnt. In Alcalá ist es im Moment permanent richtig warm.

Ansonsten haben wir dann gestern unseren ohne-Wasser-Kuchen gegessen...war echt lecker:-)
Sonst haben wir einen großen Spaziergang durch Tarabuco gemacht,ist ja jetzt doch um das 11-fache größer als Alcalá;-)
Aber mich strengt das Laufen hier so richtig an. Ich bin nach einer Stunde laufen fix und fertig gewesen;-)
Tarabuco liegt ja auf 3300 Meter Höhe, und auch wenn Alcalá auf 2200 Meter liegt,kommt es mir schon vor als läge es im Flachland.

Auf unserem Spaziergang haben wir unseren ersten bolivianischen Zirkus gesehen! Aber wir haben ihn uns nur von außen angeschaut.
Und dann haben wir eine Lehmhütte gesehen, die voller Graffiti bemalt war. Und um das ab zu bekommen, hat ein Mann einfach den kompletten Putz von der Hütte abgeklopft;-)

Sonst haben wir ganz viel Stadt- Land- Fluss und UNO gespielt um ein bisschen was von Zuhause zu spielen und Abends haben wir noch gemütlich einen Film geschaut.

Jap und heute wollen wir uns wieder den Markt angucken. Nachmittags fahren wir dann wieder zurück nach Alcalá.
Morgen sollen dann die Zivis aus Deutschland nach Alcalá kommen,mal sehn wie Sie sind...

Da es ein paar bolivianische organisatorische Probleme wegen des Internets gab,weiß ich noch nicht , ob ich diese Woche Internet habe.
Spätestens aber nächstes Wochenende. Da bin ich nämlich wieder in Sucre:-)
Dienstag ist bei uns schon wieder frei,weil bei uns „Tag der Schüler“ ist.;-)

Also ich hoffe euch geht es allen gut, ich vermisse euch und denke ganz viel an euch!

Liebste Grüße nach Deutschland!

Eure Sophie

Freitag, 17. September 2010











Kurze Bildbeschreibung:

Bild 1= Unser fertiger Kuchen:-) Bild 2 = Teig schmeckt auch in Bolivien gut:-) Bild 3 = der überragende Rührbesen, Mixer gibt es hier natürlich nicht... Bild 4 = Maren,Eva und Ich beim Backen=) Bild 5 = Das ist die eine Mama beim Kochen in Mulacancha Bild 6 = An diesem Bild erkennt man doch ganz gut,wieviel Wasser es in Alcalá gibt=) Bild 7 = Ich mit den Kindern auf dem Weg zum Fluss Bild 8 = Da wurde ich geschminkt;-)
Hallo ihr Lieben=)

Diesmal melde ich mich wieder aus Tarabuco. Wir( Maren,Julia und Ich) sind über das Wochenende nach Tarabuco gefahren um die Eva zu besuchen. In Tarabuco ist es einfach so viel kälter,wie in einer anderen Jahreszeit...
Wir haben uns dann vorhin noch Kuchen gebacken,damit wir morgen etwas leckeres zum Frühstück haben. Der erste Kuchen ohne Wasser( auch hier gibt es keins), den ich gebacken habe...=)


Die letzte Woche war für bolivianische Verhältnisse doch sehr erlebnisreich. Seit Montag haben wir jetzt nämlich wirklich Internet in Alcalá=) Es funktioniert zwar nur sehr langsam,aber die Hauptsache ist ja,dass es funktioniert.

Montag war ich dann nochmal im Kindergarten,weil ich Don Roger erst am Abend von meinen Neuigkeiten wegen dem Kindergarten erzählen wollte. So einfach das Problem in Sucre von Aturo gelöst wurden konnte,artete das in Alcalá soweit aus,dass Julia und Ich irgendwann weinend vorm Don Roger saßen. Nun ja,er ist ein schwieriger Mensch. Um es kurz zu machen,es nervt ihn anscheinend,dass ich ihm mit dem Kindergarten Probleme mache und damit klettere ich nicht gerade höher auf seiner Sympathieskala... Nun denn ab übernächster Woche soll ich nun jeden Tag nach Mulacancha gehen,und garnicht mehr in den Kindergarten,weil er halbe Sachen garnicht mag. Irgendwo auch Schade,weil ich ja einfach nur nicht jeden Tag in den Kindergarten gehen wollte, und es für ein Tag ja auch ganz schön ist. Aber janun...wer das eine will,muss das andere mögen.
Diese Woche habe ich so richtig viel ( für Alcalá-Kindergartenverhältnisse) gemacht. ICh habe den Kindern die Hände bemalt, und dann haben wir sie auf Papier gedruckt, Ich habe von jedem ein Foto gemacht,die drucke ich dann aus und dann klebe ich das über die einezelnen Jackenhaken( die habe ich auch engebracht), damit jedes Kind weiß,wo sein Platz ist. Heute habe Ich mit ihnen die bolivianische Flagge aus selbstgefärbten Reis gebastelt und ihnen damit gleich die Farben beigebracht.
Ja und Montag färbe ich dann Nudeln,damit ich Dienstag mit ihnen Nudelketten machen kann.
Ich werde erfinderisch oder;-) ?

Von Dienstag zu Mittwoch hat mich wieder die Eva besucht:-)

Von Montag bis Donnerstag gab es überhaupt kein Wasser. Aaber gestern Abend dann kurzzeitig.Aber das war so richtig schneekalt und ich habe glaube ich das ganze DOrf zusammengeschrien. Und am Ende lagen wir 3 im Bett und hatten Kopfschmerzen weil es so kalt war. Egal, hauptsache Wasser. Muss jetzt erstmal wieder für ein paar Tage reichen,denn es gibt schon wieder kein Wasser.

Gestern war Tag des Essens. Jede Klasse der Grundschule musste dann ein typisch bolivianisches Essen kochen. Blöd war halt nur dass es halt fast gar kein Wasser gab.
Eigentlich hätte ich ja gestern auch noch Englischunterricht gehabt und ich habe die ganze Nacht Materialien vorbereitet und mein Lied geübt,was ich mit ihnen singen wollte. Naja aber da ja Tag des Essens war, wurde dann irgendwie beschlossen dass es Nachmittags doch keinen Unterricht gibt. Aber das habe ich auch nur erfahren,weil ich eine Schülerin beim Milch kaufen getroffen habe...;-)

Heute hatte ich dann zum ersten Mal die andere 6. Klasse. Ohje die sind so richtig anstrengend. Nur 3 Mädchen, der Rest sind alles Jungs ( 25). Und Sie sind halt teilweise so richtig frech und wenn sie mich dann dolle ärgern wollen,dann sprechen sie einfach Quechua. Das ist die Sprache der Eingeborenen. Tja und da versteh ich dann wirklich nur Bahnhof. Darüber machen die Jungs teilweise dann naürlich lustig. Ist ja logisch. Irgendwann hat es mir dann gereicht. Ich habe dem einen Jungen dann gesagt,dass er gerne weiter uf Quechua reden kann,ich werde dann auf Deutsch oder Englisch den Unterricht halten. Könnte ihm ja eigentlich egal sein,nur es muss einmal im Monat ein Test geschrieben werden. Naja dann war er dann ruhig. Ich weiß,dass das nicht die beste Lösung war aber in dem Moment hat mich das einfach so wütend gemacht. Mein Spnisch ist zwar schon besser geworden aber trotzdem natürlich noch nicht so fließend wie mein Deutsch. Und dann bin ich ja eh schon verunsichert.Und wenn Sie dann anfangen noch eine Sprache zu sprechen,die ich garnicht verstehe und alle drüber lachen,dann verunsichert mich das natürlich noch mehr.
Ein bolivianischer Leherer schlägt auch regelmäßig noch zu,aber diese Methode wiederstrebt mir natürlich.
Leider werden die Kinder hier aber eigentlich durchweg geschlagen. Manchen Kindern sieht man es an, manchmal hört man es,wenn die Kinder geschlagen werden und manche Kinder reden einfach nicht mehr.
Die Kindergärterin hat mir erklärt,dass das deshalb hier so üblich ist,weil die Kinder so wenig Respekt vor ihren Vätern haben. Und als ich ihr dann erklärt habe,dass das in Deutschland nicht ganz so verbreitet und üblich ist,hat si nur ungläubig mit dem Kopf geschüttelt und gemeint,dass dann sicherlich alle Kinder in Deutschland unerzogen wären...;-)

Nun gut,bis dahin erstmal=)

Ich hoffe euch geht es gut,ich schicke euch ganz Liebe Grüße aus Boivien!

Eure Sophie

Sonntag, 12. September 2010

Gute Nachrichten!

Hallo Ihr Lieben!

Ich wollte euch nur mitteilen dass mein problem mit dem Kindergarten geklärt ist:-)
Ich habe gerade zusammen mit Eva, mit Aturo geredet. Aturo ist der Hostelvater von Sucre und der Chef von allen Volunta- Freiwilligen hier in Bolivien. Also unser Ansprechpartner vor Ort. Wir haben ihm dann gemeinsam mein Problem geschildert und er war so richtig verständnisvoll und ganz lieb. Er könne mich vollkommen verstehen und wenn ich mich nicht wohlfühle soll ich keine Stunde länger dort bleiben sondern dann soll Mulacancha lieber von meinem Wissen profitieren.
Tja dann hat er meinen Kalender genommen und einen Brief an Don Roger geschrieben, worin steht,dass er bitte organisieren soll dass ich nicht mehr in den Kindergarten gehen soll,weil dort meine Fähigkeiten die ich aus Deutschland mitbringe nicht ausgeschöpft werden können.
Aber damit die Stelle nicht komplett unbesetzt bleibt,habe ich vorgeschlagen,dass jeder Freiwillige einen Tag in den Kindergarten get. So muss keiner jeden Tag gehen und die Frau im Kindergarten bleibt nicht alleine.
So richtig gut oder?
Jetzt kann ich erstmal erleichtert zurück nach Alcalá fahren:-)

Liebste Grüße

Sophie















Fiesta "Virgen de Guadalupe"

Hola!

Hier nun der versprochene Report vom Wochenende aus Sucre.
Donnerstag Abend sind wir ja ziemlich kaputt angekommen und sind dann auch nur noch ins Bett gefallen. Freitag tagsüber waren wir in der Stadt und haben so diese und jene Erledigungen gemacht .Abends sind wir dann alle gemeinsam in eine Bar etwas Essen und Trinken gegangen.Wir sind mit dem Taxi gafehren. Zu elft wohlbemerkt. Eine bolivianische Frau mit ihrem Kind im Kofferraum und wir zu neunt auf den Sitzbänken. Und das war ein ganz normaler PKW, naja nicht ganz normale, Fenster hatte es nicht mehr,aber fahren konnte es noch und darauf kam es ja an;-)Ja, könnt ihr euch jetzt vielleicht nicht so gut vorstellen,geht aber irgendwie.In der Bar haben Jule und ich uns ein Italienisches Sandwich bestellt und ich habe mich wie ein kleines Kind gefreut, als ich gesehen habe,dass Salami drauf ist. Ich habe nämlich seit über 6 Wochen keine Wurst mehr gegessen. Sowas gibt es hier nämlich nicht.Zum Frühstück gibt es Marmelade und Butter. Und manchmal gibt es in Alcalá auch Käse zu kaufen.Aber natürlich nur eine Sorte,das ist so ein Ziegenkäse. Naja jedenfalls habe ich mich so über meine Salami gefreut,aber ich musste dann schnell einsehen dass ich diese nicht essen kann. Sie war so dermaßen dick und knüppelhart,ich habe sie einfach nicht durchgeschnitten bekommen. Tja ich muss wahrscheinlich doch noch 10 Monate warten bis ich wieder Salami essen kann.
An diesem Wochenende steht ganz Sucre Kopf,weil große Fiesta „Virgen de Guadalupe“. Das ist eine Nationalheilige und zu ihrem Ehren gibt es eine 3-tägige Fiesta. In den Tagen gibt es durch die ganze Stadt Umzüge. Es ist ein bisschen wie Kraneval.
Es gibt ganz viele verschiedene traditionelle Tanzvereine und die laufen dann tanzend durch die Stadt und haben wunderschöne und faszinierende Kostüme an. Die Tochter einer Spanischlehrerin tanzt in so einem Verein und die beiden Köchinen von Sucre auch. Jedes Jahr gibt es ein andere Kostüm. Und die Kostüme sind so aufwendig mit Pailetten und Perlen bestickt,das sieht zwar wunderschön aus,kostet aber auch mehrere hundert Euro. Und das ist ja für einen Bolivianer ein Vermögen.
Samstag Mittag haben wir unserer Köchin noch die Haare geflochten und sie für ihren Auftritt geschminkt. Nachmittags sind dann Julia Piko, die kleine Maren, Jule und Ich zum großen Platz von Sucre gegangen um uns den Umzug anzugucken. Die Gruppen fangen morgens an durch die Stadt zu laufen um dann zum Schluss am großen Platz anzukommen. Und sie tanzen,singen und springen die ganze Zeit und die Frauen haben alle hohe Schuhe an und die Männer meistens schweren Kopfschmuck auf. Ohje Sie kamen alle völlig fertig am großen Platz an und zum Schluss saßen die ganzen Mädchen da und haben über ihre Fußschmerzen gejammert.Der Umzug fängt morgens ganz früh an und geht bis tief in die Nacht. Das war wirklich sehr beeindruckend. Da kommt halt das Südamerikanische Temperament durch. Ganz toll wie und mit welcher Begeisterung Sie hier feiern. Dagegen sind wir ein paar kleine Schlaftabletten;-)

Abends waren wir dann noch was Essen und sind dann auch schon zum Hostel zurückgegangen und haben uns dort einen ruhigen Abend gemacht. Eigentlich wollten wir ja in einen Club gehen,aber ich hatte dolle Kopfschmerzen und irgendwie hatten wir nicht so Lust. Aber ein Teil der Gruppe ist dann doch sie Stadt unsicher machen gegangen.
Ach und meinen Alcaláanzug habe ich heute abgeholt. Echt schick sieht er aus,und bequem ist er auch. Ich mach euch mal ein Foto damit ihr mein neues Outfit bestaunen könnt:-) Jetzt fall ich nicht mehr ganz so dolle im Dorf auf wie sonst...hoffe ich jedenfalls.
Jetzt ist es Sonntagmorgen und gleich müsste Eva ankommen. Sie war die letzten Tage in La Paz und ist die Nacht wieder zurückgefahren. Nachher gehen wir alle gemeinsam schön frühstücken. Ein bisschen Luxus gönnen wir uns noch, bevor es heute gegen 16.30 Uhr wieder in das andere Bolivien geht.

So und jetzt das Beste zum Schluss: Wenn alles gut geht,dann habe ich jetzt auch immer in Alcalá Internet. Wir haben eine Lösung gefunden,wie wir Internet haben können. Und zwar funktioniert das über ein Nokia Handy. Das hat mir Mama nach Bolivien geschickt. So und in das Handy kommt ein SIM-Karte mit Internetzugang. Dann muss man einen Flatratevertrag abschließen und kann runf um die Uhr ins Internet,indem man das Handy an den Lap Top anschließt. Den Vertrag mussten wir zum Glück nicht abschließen,da der Hostelvater von der Eva noch so eine SIM-Karte übrig hatte. So müssen wir ihm jetzt nur immer das Geld geben.
Wenn das funktioniert,würde ich sehr freuen und ich könnte mehr als nur einmal die Woche meinen Blog aktualisieren. Dann habt ihr öfter was zu Lesen. Naja hoffentlich klappt es!

Ich hoffe euch allen geht es gut.
Muchos Saludos !

Eure Sophie

Freitag, 10. September 2010

Hallo ihr Lieben:-)

Nun bin ich wieder in Sucre und schicke euch nun einen kleinen Bericht der letzten Woche.
Letzten Samstag wollte ich ja wie gesagt in Padilla ins Internetcafé,aber das ging ja nun nicht. Blöd war nur,dass es am Samstag so richtig kalt. So mit Fleecejacke,Winterjacke,Schal, Mütze und trotzdem frieren. Und dann saßen wir 2 Stunden im Bus und sind halb erfroren. Das Problem hier ist,dass es ja keine Heizung gibt. Und wenn man Nachhause kommt, ist es dann nicht kuschlig warm sondern genauso kalt wie draußen.
Und am Sonntag war es dann wieder so warm, dass ich mich mit "Sonnencreme 50" eincremen musste. Also ich bin immer wieder über die Temperaturunterschiede überrascht.
Sonntag Nachmittag ist die jüngere Maren wieder nach Sucre gefahren,weil sie dort noch ihren Sprachkurs beenden muss. Jeder Selbstzahler bekommt nämlich am Anfang seines Aufenthaltes einen 3 wöchigen Sprachkurs.
Abends kam dann Eva. Das ist wirklich schön,dass wir uns untereinander so unproblematisch besuchen können.
Montag waren wir dann wieder zusammen im Kindergarten. Nachmittags ist sie dann wieder gefahren und ich habe weiter gestrickt. Ja, ich stricke jetzt nämlich so richtig mit Muster.Im Moment stricke ich einen Schal für ein Kind, er müsste auch bald fertig sein:-)
Dienstag habe ich dann Fieber bekommen und bin deshalb Zuhause im Bett geblieben und habe mich ein bisschen ausgeruht.Da mein Hostelvater darauf bestand,dass ich am nächsten Tag das Krankenhaus aufsuchen soll,sollte es mir nicht besser gehen,bin ich am nächsten Tag wieder in den Kindergarten gegangen. Weil im Krankenhaus bekommt man dann immer gleich Antibiotikum gespritzt und da hatte ich nicht so Lust darauf. Die Spritzenration die ich gegen die Salmonellen bekommen habe,reicht noch für das ganze Jahr aus.
Mittwoch war "Tag der Solidaridad" und deswegen natürlich mal wieder keine Schule. Dafür gab es wieder eine große Fiesta in der Escuela und wieder haben alle Klassen einen Tanz aufgeführt. Und es wurde wieder viel geredet und die Hymne gesungen. Blöd war nur,dass es den ganzen Tag über keinen Strom gab. Die davorigen Tage gab es kein Wasser und deshalb wollte ich endlich mal duschen,aber wenn es keinen Strom gibt,gibt es ja auch kein warmes Wasser,weil das Wasser hier mit Strom erheizt wird.
Abends ging es dann aber zum Glück wieder.
Ja, Donnerstag war ich wie normal im Kindergarten. Ich muss ja jetzt jeden Tag dort arbeiten,weil die Kindergärnerin ja zu überfordert ist. Tja und dann gab es Mittagessen und ich habe mich gefragt wo Sie denn hin wäre. Irgendwann habe ich Sie dann schlafend auf der Matratze in der Küche gefunden. Herrlich!
Naja Nachmittags hatte ich dann wieder Englischunterricht in der Escuela gegeben.Das macht mir wirklich Spaß,nur die Kinder löchern mich ständig mit Fragen über Deutschland.Ob es da auch Schulen gibt,ob wir da nicht mal mit dem Bus zusammen hinfahren können,ob Deutschland genauso groß wäre wie Alcalá... Ja,ihr müsst jetzt vielleicht schmunzeln aber die Fragen meine Sie hier wirklich ernst. Viele Kinder kennen wirklich nur Alcalá oder Padilla,das nächstgrößere Dorf. Aber in Sucre waren auch nur die wenigsten. Und dann ist es natürlich schwer ihnen zu erklären,was Deutschland ist und wo Deutschland liegt.

Einmal im Monat fahren alle Lehrer aus den Dörfern am Wochenende nach Sucre um ihr Gehalt von der Bank abzuholen.Deshalb war diesen Freitag auch keine Schule,weil die Lehrer immer schon Donnerstags fahren. Also war Freitag wieder keine Schule. Wie gesagt die Schüler hier haben durchschnittlich eine 3-4 Tage-Woche.
Das hat aber den Vorteil,dass wir Freitag dann auch nicht arbeiten müssen und auch schon Donnerstags nach Sucre fahren können. Das haben wir dann auch gemacht.
Es gibt dann immer eine Lehrerflota und eine Flota für die Normalsterblichen. In der bin ich mitgefahren. Ich habe noch nie so eine schrottige Flota gesehen. Sie ist so langsam gefahren,dass uns wirklich jedes andere Verkehrsmittel überhohlt hat und wir 2 Stunden später als sonst ankamen. Aber es gibt ja Schlimmeres. Maren und Julia haben in der Flota etliche Flohstiche dazu bekommen,ich bin diesmal verschont geblieben:-)

Den Bericht über das Wochenende gibt es morgen Mittag.

Ich hoffe euch geht es gut. Liebste Grüße aus dem warmen Bolivien!
Eure Sophie

Montag, 6. September 2010
























Bildbeschreibungen: Bild 1= Gruppenbild mit Maren in Mulacancha Bild 2= Alexandra und ich in Mulacancha Bild 3 = Gruppenbild Numero 2 Bild 4 = der Lehrer beim Pausenbrot verteilen Bild 5+6= Klassenzimmer in Mulacancha Bild 7 = Alexandra Bild 8+9 = Schulhof und Spielfeld:-) Bild 10 = José Louis und Ich Bild 11= Die Erstklässlerinnen beim Morgendlichen Singen Bild 12+13= Der Erste Regen musste festgehalten werden! Bild 14+15 = Momentfotos aus Mulacancha Bild 16= Letztes Wochenende in einer Bar in Sucre:-) Bild 17 = Ja, so sieht es aus,wenn man "Zuhause" keine Waschmaschine hat und einen Waschsalon in der Stadt gefunden hat;-) Bild 18 = Schulküche in Mulacancha Bild 19 = Eva und Ich:-) Bild 20 = Julia Piko, Sarah,Julia Riebel,Jule und Ich in Tarabuco Bild 21 = Maren "2" und Ich