Hallo Ihr Lieben:-)
aus La Paz bin ich am Sonntagabend wieder gut in Alcalá angekommen. Die Fahrt von Sucre nach ALcalá war zwar etwas unbequem,weil wir zu fünft neben dem Fahrer sitzen mussten und als die Polizeikontrolle kam, mussten wir schnell zu de Passagieren rein und uns verstecken;-)
Mittwoch war ich dann in Mulacancha. Leider kam die Mama zum Kochen nicht, Brot gab es auch nicht und kein Feuerholz zum Mehlsuppe kochen. Deshalb haben wir dann nicht bis um drei Unterricht gemacht sondern nur bis um eins, denn bei der Hitze und keinem Essen und dann noch so weiten Wanderwegen wäre das nicht machbar gewesen. In der Pause kam dann eine Erstklässlerin ( Mary Luz) zu mir und sagte mir,dass ihr eine Stelle am Kopf so weh tun würde. Das habe ich mir dann mit der Lehrerin an geguckt und da blutete und eiterte es an einer Kopstelle ganz doll. Seit zwei Wochen wäre das schon so meinte sie aber ihre Mama hatte ihr gesagt,dass alle Haare abgeschnitten werden müssten und dann hat sie es lieber doch ausgehalten.
Ohje und dann bin ich mit der Kleinen zu ihrem Haus gelaufen( das war nochmal eine Stunde von Mulacancha weg) und hab der Mama versucht zu erklären, dass es wirklich gut wäre mit ihrer Tochter ins Krankenhaus zu gehen, aber Sie war eher nicht so einsichtig und dann habe ich vorgeshclagn ob ich mit Mary Luz ins Krankenhaus gehen könnte,also ob sie mir die Erlaubnis geben würde. Das hat sie dann auch gemacht. Also sind wir zwei Stunden nach Alcalá gewandert( immer noch ohne Essen;-) ). Mein Haus wollte sie unbedingt sehen, aber das habe ich mir nicht so getraut zu zeigen. Bei ihr im Haus gibt es nämlich nicht mal Wasser und im Gegensatz zu ihrem Haus wohne ich hier ja fast wie in einem Palast. Im Krankenhaus hat Mary Luz kein Wort mit den Schwestern oder Ärzten geredet, das war das ein oder andere Mal etwas kompliziert. Ein bisschen habe ich mich wie beim Kinderarzt mit meinem Kind gefühlt;-)
Ach und nach den Akten zu Folge, war sie das letzte Mal im Dezember 2006 im Krankenhaus, da war Sie zwei Jahre alt.
Die Ärzte meinten dann es wäre ein Abszess,den haben sie dann gesäubert und da das sichtbar weh tat habe ich Mary Luz versucht damit abzulenken indem ich sie über die Namen in ihrem Haus ausgefragt habe.
Dann gab es noch ein paar Tabletten und die Bitte, die nächsten Tage nicht unter schmutzigen oder unhygienischen Umständen zu wohnen,ganz realistisch einzuhalten...
Die Arme musste dann noch den ganzen Weg wieder Nachhause laufen, da habe ich ihr zur Stärkung aber eine Mandarine,Brot und Wasser gekauft.
Und ich kam Abends auch vollkommen ausgehungert und kaputt Nachhause...
Ja das war mein Erlebnis der Woche.
Heute haben wir Frei, weil gestern Fronleichmann war und sie den Feiertag (flexibel wie sie hier sind wenn es ums frei machen geht) auf heute verschoben haben,damit das Wochenende länger ist:-)
Die liebsten Grüße schicke ich euch von der Südhalbkugel:-)
Eure Sophie
das war schön heute mit dir kurz sprechen zu können. ich bin stolz auf dich! ganz liebe grüße deine mama
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