Gestern haben wir nicht allzu viel gemacht, wir haben den freien Tag genossen. Ich hab Schokopudding gemacht und dann haben wir den ganzen Abend „Spiegel- Reportagen“ angeschaut...
Momentan bauen Nico und Julian mit einem bolivianischen Arbeiter (Jaime) eine neue Küche neben den Kindergarten, die sowohl der Kindergarten als auch wir nutzen werden können.
Dieser Jaime hatte Uns für Heute in sein Haus auf dem Land eingeladen:)
Um acht ging es los, eine Stunde dauerte die Wanderung zu dem Häuschen. Zur Begrüßung haben wir erst einmal Kartoffeln und selbst gemachten Kuhkäse bekommen. Das war zwar sehr viel aber unglaublich lecker:) Danach ging es zu Ihren Kühen und Schafen. Dabei hatten wir einen großen Eimer, sieben Becher, Zucker, puren Alkohol, Singani und Kaffee-Cognac. Von allem ein bisschen kam in den Becher und dann wurde direkt in den Becher die Milch von der Kuh gemolken. Es hat eigentlich nur nach warmen Zucker-Kaffee-Alkohol geschmeckt aber beeindruckend war es absolut=)
Mir hätte ein Becher schon vollkommen gereicht aber das war mir schon klar,dass Ich damit nicht durchkomme. Die Alkoholmengen wurden von Becher zu Becher größer....Nach der dritten Tasse konnte ich mich dann entschuldigen, indem ich erklärt habe,dass ich doch einen etwas empfindlichen Magen habe, hat mit viel Lächeln geklappt:)
Danach waren wir schon total satt, aber das Essen hörte nicht auf. Am Haus wieder angekommen, habe ich der Mama beim Essen machen geholfen, ihrer Meinung natürlich aus dem Grund,dass ich später eine gute Hausfrau sein muss, ich meinem Mann viele verschiedene Essen kochen kann:)
Wir haben heimlich zwar viele Fotos vom Haus gemacht, aber trotzdem war es in real noch hundert Mal eindrucksvoller. Wenn man in den einzigen Raum vom Haus hereingekommen ist,dann hat man sich wie in einem Mittelaltersmuseum gefühlt. Stockduster war es, weil es kein Strom gibt, alles war verraucht und die Feuerstelle habe ich original so schon einmal in meinem Geschichtsbuch in der fünften Klasse bei Frau Hübel gesehen:-)
Es gab wieder Kartoffeln, mit einem Stück Fleisch, jedoch konnten wir nicht so recht herausfinden, von welchem Tier dies mal war, und eine unglaubliche scharfe, fettige Soße. Ganz typisch bolivianisch und jetzt weiß ich auch, wie es gemacht wird=)
Kugel rund und schon mit den ersten Bauchschmerzen haben wir Uns dann von der unheimlich gastfreundlichen Familie verabschiedet, mit dem Versprechen Ende des Monats wieder zu kommen, wenn die Kuh geschlachtet wird;-)
Auf dem Rückweg haben Julia und Ich schon innig diskutiert, wer zuerst auf die Toilette darf. Aber die Bauchschmerzen werden mit den ganz tollen Eindrücken Ruck -zug weggemacht:)
Ich hoffe Ihr hattet auch ein tolles Wochenende:)
Viele und Liebe Grüße aus Bolivien schicke ich Euch:)
Ich freue mich schon sehr, Euch alle wieder zusehen.
Eure Sophie=)
Das ist ja ein schöner Bericht mit ganz tollen Fotos. Dein Magen hält ja mittlerweile so einiges aus! Wir freuen uns schon auf Deine frisch erworbenen Kochkünste, ich möchte allerdings vegetarisch anmelden!!! Liebe Grüße Deine Mama
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