Sonntag, 12. September 2010

Fiesta "Virgen de Guadalupe"

Hola!

Hier nun der versprochene Report vom Wochenende aus Sucre.
Donnerstag Abend sind wir ja ziemlich kaputt angekommen und sind dann auch nur noch ins Bett gefallen. Freitag tagsüber waren wir in der Stadt und haben so diese und jene Erledigungen gemacht .Abends sind wir dann alle gemeinsam in eine Bar etwas Essen und Trinken gegangen.Wir sind mit dem Taxi gafehren. Zu elft wohlbemerkt. Eine bolivianische Frau mit ihrem Kind im Kofferraum und wir zu neunt auf den Sitzbänken. Und das war ein ganz normaler PKW, naja nicht ganz normale, Fenster hatte es nicht mehr,aber fahren konnte es noch und darauf kam es ja an;-)Ja, könnt ihr euch jetzt vielleicht nicht so gut vorstellen,geht aber irgendwie.In der Bar haben Jule und ich uns ein Italienisches Sandwich bestellt und ich habe mich wie ein kleines Kind gefreut, als ich gesehen habe,dass Salami drauf ist. Ich habe nämlich seit über 6 Wochen keine Wurst mehr gegessen. Sowas gibt es hier nämlich nicht.Zum Frühstück gibt es Marmelade und Butter. Und manchmal gibt es in Alcalá auch Käse zu kaufen.Aber natürlich nur eine Sorte,das ist so ein Ziegenkäse. Naja jedenfalls habe ich mich so über meine Salami gefreut,aber ich musste dann schnell einsehen dass ich diese nicht essen kann. Sie war so dermaßen dick und knüppelhart,ich habe sie einfach nicht durchgeschnitten bekommen. Tja ich muss wahrscheinlich doch noch 10 Monate warten bis ich wieder Salami essen kann.
An diesem Wochenende steht ganz Sucre Kopf,weil große Fiesta „Virgen de Guadalupe“. Das ist eine Nationalheilige und zu ihrem Ehren gibt es eine 3-tägige Fiesta. In den Tagen gibt es durch die ganze Stadt Umzüge. Es ist ein bisschen wie Kraneval.
Es gibt ganz viele verschiedene traditionelle Tanzvereine und die laufen dann tanzend durch die Stadt und haben wunderschöne und faszinierende Kostüme an. Die Tochter einer Spanischlehrerin tanzt in so einem Verein und die beiden Köchinen von Sucre auch. Jedes Jahr gibt es ein andere Kostüm. Und die Kostüme sind so aufwendig mit Pailetten und Perlen bestickt,das sieht zwar wunderschön aus,kostet aber auch mehrere hundert Euro. Und das ist ja für einen Bolivianer ein Vermögen.
Samstag Mittag haben wir unserer Köchin noch die Haare geflochten und sie für ihren Auftritt geschminkt. Nachmittags sind dann Julia Piko, die kleine Maren, Jule und Ich zum großen Platz von Sucre gegangen um uns den Umzug anzugucken. Die Gruppen fangen morgens an durch die Stadt zu laufen um dann zum Schluss am großen Platz anzukommen. Und sie tanzen,singen und springen die ganze Zeit und die Frauen haben alle hohe Schuhe an und die Männer meistens schweren Kopfschmuck auf. Ohje Sie kamen alle völlig fertig am großen Platz an und zum Schluss saßen die ganzen Mädchen da und haben über ihre Fußschmerzen gejammert.Der Umzug fängt morgens ganz früh an und geht bis tief in die Nacht. Das war wirklich sehr beeindruckend. Da kommt halt das Südamerikanische Temperament durch. Ganz toll wie und mit welcher Begeisterung Sie hier feiern. Dagegen sind wir ein paar kleine Schlaftabletten;-)

Abends waren wir dann noch was Essen und sind dann auch schon zum Hostel zurückgegangen und haben uns dort einen ruhigen Abend gemacht. Eigentlich wollten wir ja in einen Club gehen,aber ich hatte dolle Kopfschmerzen und irgendwie hatten wir nicht so Lust. Aber ein Teil der Gruppe ist dann doch sie Stadt unsicher machen gegangen.
Ach und meinen Alcaláanzug habe ich heute abgeholt. Echt schick sieht er aus,und bequem ist er auch. Ich mach euch mal ein Foto damit ihr mein neues Outfit bestaunen könnt:-) Jetzt fall ich nicht mehr ganz so dolle im Dorf auf wie sonst...hoffe ich jedenfalls.
Jetzt ist es Sonntagmorgen und gleich müsste Eva ankommen. Sie war die letzten Tage in La Paz und ist die Nacht wieder zurückgefahren. Nachher gehen wir alle gemeinsam schön frühstücken. Ein bisschen Luxus gönnen wir uns noch, bevor es heute gegen 16.30 Uhr wieder in das andere Bolivien geht.

So und jetzt das Beste zum Schluss: Wenn alles gut geht,dann habe ich jetzt auch immer in Alcalá Internet. Wir haben eine Lösung gefunden,wie wir Internet haben können. Und zwar funktioniert das über ein Nokia Handy. Das hat mir Mama nach Bolivien geschickt. So und in das Handy kommt ein SIM-Karte mit Internetzugang. Dann muss man einen Flatratevertrag abschließen und kann runf um die Uhr ins Internet,indem man das Handy an den Lap Top anschließt. Den Vertrag mussten wir zum Glück nicht abschließen,da der Hostelvater von der Eva noch so eine SIM-Karte übrig hatte. So müssen wir ihm jetzt nur immer das Geld geben.
Wenn das funktioniert,würde ich sehr freuen und ich könnte mehr als nur einmal die Woche meinen Blog aktualisieren. Dann habt ihr öfter was zu Lesen. Naja hoffentlich klappt es!

Ich hoffe euch allen geht es gut.
Muchos Saludos !

Eure Sophie

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